Polizei sprengt Drogenringe in der Steiermark

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Nach zweijährigen Ermittlungen hat die Polizei in Leibnitz zwei Dealergruppen zerschlagen. 14 von 15 Verdächtigen wurden festgenommen, die Drogen hatten einen Verkaufswert von rund 1,3 Millionen Euro.

Die Landespolizeidirektion Steiermark hat am Freitag den Erfolg einer umfangreichen Drogenoperation bekannt gegeben. Zwei Tätergruppen, die in Graz, im Bezirk Graz-Umgebung sowie in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg kiloweise Suchtmittel vertrieben hatten, wurden nach zweijährigen Ermittlungen ausgehoben. Insgesamt wurden 15 Verdächtige ausgeforscht, 14 davon festgenommen. Ein Teil der Beschuldigten wurde bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die Dealer hatten ihre Ware über unterschiedliche Lieferketten in Graz und Wien beschafft und anschließend weiterverkauft. Insgesamt geht es um rund 100 Kilogramm Marihuana, 2,5 Kilogramm 2MMC (2-Methylmethcathinon), 1,5 Kilogramm Pentedron – beides Designerdrogen –, ein Kilogramm Ketamin sowie kleinere Mengen an Amphetamin, XTC-Tabletten und Kokain. Der Verkaufswert der Drogen wird auf rund 1,3 Millionen Euro geschätzt.

Großeinsatz mit mehreren Spezialeinheiten

An den Ermittlungen und Festnahmen waren die Kriminaldienstgruppe Leibnitz, die Suchtmittelgruppe Deutschlandsberg, die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) Steiermark, das Einsatzkommando Cobra, die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) sowie die Bereitschaftseinheit (BE) Steiermark beteiligt. Bei 13 Hausdurchsuchungen stellten die Beamten rund 20.000 Euro Bargeld, etwa drei Kilogramm Marihuana, zwei Kilogramm Amphetamin, jeweils rund ein Kilogramm Kokain und Haschisch, 0,8 Kilogramm Heroin sowie etwa 800 XTC-Tabletten sicher.

Zusätzlich wurden Schusswaffen konfisziert, darunter Pistolen und ein Kipplauf-Revolver. Die Ermittler forschten rund 80 Abnehmer aus, die gesondert angezeigt wurden.

Deals über Social Media angebahnt

Bei den Verdächtigen handelt es sich um vorwiegend österreichische Staatsangehörige sowie zwei Kroaten und einen Slowenen im Alter zwischen 20 und 31 Jahren. Sie hatten die Suchtmittel an öffentlichen Orten und von ihren Wohnadressen aus an Abnehmer weiterverkauft. Die Kontaktaufnahme erfolgte überwiegend über Social-Media-Plattformen.

Ein Teil der Beschuldigten wurde bereits rechtskräftig vom Landesgericht für Strafsachen Graz zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und fünf Jahren verurteilt.

Quelle: APA

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