Pollmann beantragt Sanierungsverfahren in Niederösterreich

Der Autozulieferer Pollmann aus dem Waldviertel hat ein Sanierungsverfahren beantragt. Hunderte Arbeitsplätze sind betroffen. Niederösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer macht die EU-Klimapolitik für die Krise der heimischen Autoindustrie verantwortlich.
Der Waldviertler Autozulieferer Pollmann hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren gestellt. Davon sind Hunderte Arbeitsplätze betroffen. Niederösterreichs Verkehrslandesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer bezeichnet dies als schweren Schlag für den Industriestandort Niederösterreich.
Landbauer sieht in dem Fall einen weiteren Beleg für den industriellen Niedergang Europas. Die europäische Auto- und Zulieferindustrie werde seit Jahren mit ideologischen Klimavorgaben, dem Green Deal und einer verfehlten Industriepolitik gegen die Wand gefahren, kritisiert der Landeshauptmann-Stellvertreter. Die Folgen dieser Politik träfen nun konkret Niederösterreich.
Kritik an EU-Regulierung und Wettbewerbsnachteilen
„Europa verliert immer mehr an Boden“, warnt Landbauer. Brüssel reguliere, verteuere und verbiete Europas Industrie aus dem Wettbewerb, während andere Teile der Welt produzierten, investierten und Marktanteile gewännen. Was in Brüssel beschlossen werde, lande in Karlstein, in den Betrieben und bei den Familien, deren Arbeitsplätze davon abhingen.
Fehlende Planungssicherheit für Unternehmen
Besonders scharf kritisiert Landbauer die mangelnde Planungssicherheit für die gesamte Branche. Die Autoindustrie müsse Investitionen auf viele Jahre hinaus planen. Statt klarer und verlässlicher Rahmenbedingungen gebe es ein politisches Hin und Her bei Antriebstechnologien, CO2-Vorgaben und dem Verbrenner-Aus. „Ideologie ersetzt keine Industriepolitik“, so Landbauer.
Forderungen an die Bundesregierung
Die Bundesregierung müsse aufhören, diesen Kurs mitzutragen und den österreichischen Wirtschaftsstandort vor weiteren Belastungen schützen, fordert der Landeshauptmann-Stellvertreter. Notwendig seien günstige Energie, weniger Steuern und Bürokratie, echte Technologieoffenheit und Planungssicherheit für die Betriebe. Die CO2-Strafsteuer müsse weg. „Wer die Autoindustrie schwächt, vernichtet Arbeitsplätze, zerstört Wertschöpfung und ganze Regionen“, warnt Landbauer.
Quelle: OTS
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