Pollmann-Insolvenz: Forderungen von 93,9 Millionen Euro

Drei niederösterreichische Gesellschaften der Autozulieferer-Gruppe Pollmann haben am Mittwoch Forderungen in Höhe von insgesamt 93,9 Millionen Euro verzeichnet. Die Betriebe laufen weiter, ein Investor ist aber noch nicht gefunden.
Bei den Prüfungstagsatzungen für drei insolvente Unternehmen der Pollmann-Gruppe mit Sitz in Karlstein wurden am Mittwoch laut KSV1870 Forderungen von zusammen 93,9 Millionen Euro angemeldet. Die Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung waren am 1. September am Landesgericht Krems eröffnet worden. Mit Hilfe der Kunden sei der Fortbetrieb für die kommenden Wochen gesichert, hieß es. Verhandlungen mit einem möglichen Investor seien aber noch nicht abgeschlossen.
Forderungen bei drei Gesellschaften
Für die Pollmann Austria GmbH meldeten 508 Gläubiger, darunter 340 Dienstnehmer, rund 34,7 Millionen Euro an. Anerkannt wurden davon 19,27 Millionen Euro. Bei der Pollmann International GmbH mit 172 Gläubigern (100 Dienstnehmer) belief sich die Anmeldung auf 51,50 Millionen Euro, wovon 49,75 Millionen Euro anerkannt wurden. Die Pollmann Werkzeugbau GmbH verzeichnete 78 Gläubiger (58 Dienstnehmer) mit Forderungen von 7,70 Millionen Euro, anerkannt wurden 1,43 Millionen Euro.
Sanierungsplan hängt von Investor ab
Seit Eröffnung der Insolvenzverfahren würden alle drei Firmen positiv weitergeführt, betonte der KSV1870. Wegen der hohen Verbindlichkeiten sei die Finanzierung der Sanierungsplanquoten allerdings nur mit einem Investor möglich. Da entsprechende Gespräche noch nicht finalisiert seien, wurden die ursprünglich für 25. November geplanten Sanierungsplantagsatzungen auf den 20. Jänner 2027 verschoben. Die Unternehmen bieten jeweils eine Quote von 20 Prozent an, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans.
Quelle: APA
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