Porsche Holding bildet 600 Lehrlinge in Österreich aus

Pia ProdingerPia Prodinger
Automechaniker-Lehrlinge bei der Arbeit an einem VW in einer Werkstatt in Österreich
© Porsche Holding GmbH

Die Porsche Holding Salzburg beschäftigt derzeit rund 600 Lehrlinge in zehn verschiedenen Berufen. Jährlich vergibt das Unternehmen etwa 200 neue Ausbildungsplätze und sieht die Lehre als zentrale Antwort auf den Fachkräftemangel.

Die Porsche Holding Salzburg zählt zu den größten Ausbildungsbetrieben der heimischen Automobilbranche. Aktuell durchlaufen österreichweit etwa 600 junge Menschen eine Lehre in zehn unterschiedlichen Berufen. Pro Jahr kommen rund 200 neue Lehrstellen hinzu.

Paul Gahleitner, Personalleiter des Unternehmens, betont die strategische Rolle der Ausbildung: Die Lehrlingsförderung sei nicht nur eine Investition in den Nachwuchs, sondern ein wesentlicher Teil der langfristigen Personalstrategie.

Fachkräftemangel verschärft sich

Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte werde in den nächsten Jahren noch härter, erklärt Gahleitner. Viele erfahrene Beschäftigte der Babyboomer-Generation würden in Pension gehen. Gleichzeitig entschieden sich immer mehr junge Menschen für höhere Schulen und ein Studium. Dadurch schrumpfe die Zahl potenzieller Lehrlinge.

Umso wichtiger sei es, die besten Talente frühzeitig zu identifizieren und für das Unternehmen zu gewinnen. Die Auszubildenden seien die Fachkräfte von morgen und würden während ihrer Ausbildung Produkte, IT-Systeme und Unternehmenswerte von Grund auf kennenlernen.

Perspektiven als Erfolgsfaktor

Entscheidend für die langfristige Entwicklung sei es, junge Menschen aktiv zu begleiten und ihnen Perspektiven zu bieten, so der Personalleiter. Neben der Vermittlung von Fachkompetenz sei die individuelle Begleitung im Arbeitsalltag unverzichtbar. Entwicklung entstehe dort, wo Potenziale erkannt und Menschen entlang ihrer Stärken gefördert würden.

Duales System auch international gefragt

Das duale Ausbildungssystem kombiniere fundierte Theorie mit intensiver praktischer Erfahrung im Betrieb. Dieses Modell habe sich in Österreich und Deutschland als äußerst erfolgreich erwiesen, erklärt Gahleitner.

In vielen internationalen Märkten der Porsche Holding sähen die Bildungssysteme anders aus. Daher könne das österreichische Modell nicht eins zu eins übertragen werden. Das Konzept werde jedoch mit großem Erfolg gespiegelt – etwa in Rumänien, Ungarn oder Polen, wo das Unternehmen Kooperationen mit Fachschulen, Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsorganisationen eingegangen sei.

Auszeichnungen als Qualitätsbeweis

Das Unternehmen sei stolz darauf, dass viele seiner Lehrlinge zu den Besten der Branche zählten. Das zeigten zahlreiche Auszeichnungen bei Wettbewerben sowie hervorragende Ergebnisse im direkten Branchenvergleich. Für Gahleitner ist das der beste Beweis dafür, dass nicht nur Wissen vermittelt, sondern junge Menschen dabei unterstützt würden, ihr volles berufliches und persönliches Potenzial zu entfalten.

Quelle: https://www.porscheholding-newsroom.at/storys/porsche-holding/perspektiven-sind-der-schluessel-um-talente-zu-halten

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