Potapova verletzt sich im Achtelfinale schwer am Knie

Mathias FischerMathias Fischer
Tennisspieler mit Bandagen am Bein liegt erschöpft am Platz neben Netz und Schläger.
© Mit KI (Gemini) generiert

Anastasia Potapova hat am Montag verletzungsbedingt das erste Grand-Slam-Viertelfinale einer Österreicherin seit 14 Jahren verpasst. Die 25-Jährige musste sich gegen French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa mit 7:5,4:6,3:6 geschlagen geben und zog sich im letzten Spiel eine Knieverletzung zu.

Die für Österreich spielende Tennisspielerin Anastasia Potapova ist am Montag im Achtelfinale ausgeschieden. Gegen die French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa (RUS-5) unterlag sie nach hartem Kampf mit 7:5,4:6,3:6. Im letzten Spielabschnitt erlitt die 25-Jährige eine Verletzung am linken Knie, nachdem sie das Gelenk überstreckt hatte. Eine schwerwiegendere Blessur kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Die Russin Andrejewa zeigte sich nach dem Match betroffen über die Verletzung ihrer Kontrahentin. „Nastja ist meine gute Freundin. Nachdem wir so einen Kampf hatten und sie dann im letzten Game so hinfallen zu sehen: Das ist nicht leicht. Wenn ich da daran zurückdenke, bekomme ich Gänsehaut. Das ist natürlich nicht die Art und Weise, wie man ein Match beenden will“, sagte sie auf dem Platz.

Die Roland-Garros-Siegerin lobte ihre Gegnerin ausdrücklich. „Ich habe ihr gerade gesagt, dass sie ganz toll gespielt hat und eine ihrer besten Saisonen hatte. Ich bin sicher, dass sie sogar stärker zurückkommen wird, weil sie sogar eine bessere Kämpferin ist als ich“, so Andrejewa. Sie selbst sei glücklich, Motivation für jeden Punkt gefunden zu haben, sei aber traurig über das Ende der Partie.

Starker erster Durchgang

Die seit 2026 für Österreich antretende Spielerin erwischte den besseren Start und ging mit einem Break auf 2:0 in Führung. Danach musste sie ihr Aufschlagspiel jedoch wieder abgeben. In der Folge entwickelten sich hochklassige Grundlinienballwechsel. Beim Stand von 6:5 verlor die 19-jährige Andrejewa nach zwei Doppelfehlern ihr Service zu Null, womit Potapova den ersten Satz gewann.

Der zweite Durchgang begann mit einem Serviceverlust der Österreicherin. Sie verhinderte knapp das Doppelbreak zum 0:3 und glich zum 2:2 aus. Mit einem Ass stellte sie nach 76 Minuten auf 3:2. Einen möglicherweise entscheidenden Breakball zum 4:2 konnte sie allerdings nicht nutzen. Stattdessen gab sie ihr Aufschlagspiel mit einem Doppelfehler zum 3:4 ab. Nach 99 Minuten stand es 1:1 in Sätzen.

Verletzung im entscheidenden Satz

Im dritten Satz kam es zu drei Breaks hintereinander. Obwohl Potapova beim Stand von 1:2 zwei Chancen zum Ausgleich hatte, bestätigte Andrejewa das zweite Break zum 3:1. Bei 2:4 verhinderte die Österreicherin dank eines Netzrollers einen weiteren Serviceverlust. Doch bei 3:5 und eigenem Aufschlag passierte das Unglück: Potapova musste ihr Knie extrem durchstrecken und verletzte sich dabei.

Während Andrejewa sofort zu ihrer Gegnerin lief, nahm die rot-weiß-rote Akteurin eine Verletzungsauszeit. Mit einem engen Verband am linken Knie versuchte sie noch weiterzuspielen, konnte aber keinen Punkt mehr gewinnen. Nach dem Matchball kam Andrejewa auf die andere Seite des Netzes, um ihre Gegnerin zu umarmen und zu trösten.

Neue Zusammenarbeit mit alter Trainerin

Für Potapova bedeutete die Niederlage nach ihrem Erfolgslauf einen schweren Rückschlag. Alles schien für den ersten Einzug in ein Major-Viertelfinale bereit gewesen zu sein. Seit den US Open arbeitet sie nach einer achtjährigen Pause wieder mit ihrer Kindheits-Mentorin Irina Doronina zusammen. „Ich war ein bisschen verzweifelt, nachdem ich die Zusammenarbeit mit meinem Ex-Coach beendet hatte“, erklärte sie. Doronina sei wie eine zweite Mutter für sie und eine harte Arbeiterin. „Ich habe entschieden, sie anzurufen, und es zahlt sich aus. Es ist, als wäre sie nie weg gewesen“, hatte Potapova bereits nach ihrem Achtelfinaleinzug erzählt.

Quelle: APA

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