Praktikum in Sri Lanka: Zwei Studierende im Spital

Pia ProdingerPia Prodinger
Elefantenherde in Sri Lanka auf einer grünen Wiese mit Bäumen und Bergen im Hintergrund.
© Pöll

Zwei Physiotherapiestudierende der FH Joanneum haben ihr letztes Praktikum im National Hospital Kandy in Sri Lanka absolviert. Mira Gamerith und Anja Pöll wollten ein außereuropäisches Gesundheitssystem kennenlernen.

Mira Gamerith und Anja Pöll studieren Physiotherapie an der FH Joanneum und haben ihr Abschlusspraktikum im National Hospital Kandy in Sri Lanka absolviert. Der Aufenthalt wurde von Sabine Eichler und Monica Christova unterstützt und in Kooperation mit der University of Peradeniya sowie dem Postgraduate Center organisiert. Flug, Unterkunft und Visum regelten die beiden Studentinnen selbst.

Sprachbarriere und kulturelle Erfahrung

Die Sprachbarriere stellte eine zentrale Herausforderung dar. „Kommunikation ist so viel mehr als nur zu reden“, fasst Gamerith eine wichtige Erkenntnis zusammen. Die beiden mussten auf nonverbale Signale achten und Geduld entwickeln. Im Spital erlebten sie, dass Menschlichkeit und Respekt die Basis erfolgreicher Therapie bilden.

Pöll hebt die Herzlichkeit der Menschen hervor: „Ein Lächeln war selten nur eine Höflichkeitsfloskel, sondern eine echte Einladung, sich willkommen zu fühlen.“ Besonders im Gesundheitswesen, wo oft wenig Zeit bleibt, war diese Wertschätzung prägend. Beide kamen zu dem Schluss, dass gute Therapie nicht von der Ausstattung abhängt, sondern von den Menschen.

Kreativität statt Ressourcen

Fachlich erlebten die Studierenden, wie Physiotherapie unter anderen strukturellen und kulturellen Bedingungen funktioniert. Sie beobachteten, wie Ressourcenknappheit durch Kreativität und Improvisation ausgeglichen wird. Diese Erfahrung zeigte ihnen, dass Probleme im österreichischen Gesundheitssystem oft „First World Problems“ sind.

Persönlich nahmen sie mit, dass Struktur und Planung nicht immer nötig sind. Die zwei Monate waren geprägt von Dankbarkeit und neuen Perspektiven. Pöll resümiert: „Ich bin mit der Hoffnung geflogen, etwas für meinen Beruf mitzunehmen. Zurückgekommen bin ich mit einem Koffer voller Erinnerungen und der Gewissheit, dass das nicht meine letzte Reise nach Sri Lanka war.“

Neben der Arbeit im Spital erkundeten die beiden das Land: von grünen Reisfeldern und wilden Elefantenherden bis zu Stränden und Märkten. Die Reise war mehr als ein Praktikum – eine Erfahrung, die sie beruflich und persönlich wachsen ließ.

Quelle: https://www.fh-joanneum.at/news/abenteuer-sri-lanka-wenn-physiotherapie-auf-herzlichkeit-trifft

Worüber spricht Graz morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.