PRO-GE fordert Einsatz für Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf

Die Gewerkschaft PRO-GE verlangt von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer konkrete Schritte zum Erhalt des Tiefkühlwerks in Groß-Enzersdorf. Der belgische Ardo-Konzern plant die Schließung, wodurch rund 240 Jobs gefährdet sind.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat rund um den Nationalfeiertag erneut für „Made in Austria“ und „Wirtschaftspatriotismus“ geworben. Die Gewerkschaft PRO-GE fordert nun Taten statt Worte. Anlass ist die geplante Schließung des Ardo-Tiefkühlwerks in Groß-Enzersdorf durch den belgischen Konzern. Etwa 240 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, zudem sind regionale Wertschöpfung und heimische Lebensmittelproduktion bedroht. An der Produktion hängen auch landwirtschaftliche Betriebe und Zulieferer, wodurch weitere Jobs gefährdet sind.
„Wirtschaftspatriotismus zeigt sich nicht in Werbekampagnen, sondern dann, wenn österreichische Produktion tatsächlich bedroht ist“, erklärt Reinhold Binder, Bundesvorsitzender der PRO-GE. Ardo sei für die heimische Lebensmittelproduktion und damit für die Versorgungssicherheit wichtig. Deshalb müsse Minister Hattmannsdorfer jetzt eingreifen und sich für den Erhalt des Standorts einsetzen.
Kritik an Blockadehaltung des Konzerns
Besonders scharf kritisiert die Gewerkschaft, dass der Ardo-Konzern das Werk nicht weiterbetreiben will und gleichzeitig eine mögliche Übernahme blockiert. „Das ist Profitgier auf dem Rücken der Beschäftigten und einer ganzen Region“, so Binder. Der Minister solle jetzt nicht Sonntagsreden halten, sondern handeln.
Quelle: OTS
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