PRO-GE fordert Hattmannsdorfer zu Einsatz für Ardo-Werk auf

Die Gewerkschaft PRO-GE verlangt von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer konkrete Taten zum Erhalt des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf. Der Minister werbe zwar öffentlich für regionale Wertschöpfung, müsse nun aber auch handeln, wenn Arbeitsplätze bedroht sind.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer wirbt öffentlich für „Made in Europe“, regionale Wertschöpfung und heimische Arbeitsplätze. Doch beim Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf drohen Arbeitsplätze und ein Teil der österreichischen Lebensmittelproduktion verloren zu gehen. Die Gewerkschaft PRO-GE fordert den Minister nun auf, nicht nur Reden über Wirtschaftspatriotismus zu halten, sondern sich konkret für den Standort einzusetzen.
„Minister Hattmannsdorfer warnt vor strategischen Abhängigkeiten und fordert mehr regionale Produktion. Dann soll er diese Grundsätze auch ernst nehmen, wenn in Österreich ein Produktionsstandort vor dem Aus steht“, sagt Reinhold Binder, Bundesvorsitzender der PRO-GE. Wer Wirtschaftspatriotismus predige, müsse handeln, wenn österreichische Arbeitsplätze und heimische Produktion gefährdet seien.
Versorgungssicherheit in Gefahr
Der Fall Ardo zeige deutlich, dass mit dem Verschwinden heimischer Produktionskapazitäten die regionale Wertschöpfung geschwächt werde, so die Gewerkschaft. Gleichzeitig erhöhe sich das Abhängigkeitsrisiko Österreichs bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Eine gute Wirtschaftspolitik müsse Versorgungssicherheit und den Erhalt von Arbeitsplätzen berücksichtigen.
„Wer ‚Made in Europe' sagt, muss auch ‚Made in Austria' verteidigen, wenn Arbeitsplätze und Produktion tatsächlich auf dem Spiel stehen“, fordert Binder. Es sei zu wenig, Resilienz und Versorgungssicherheit zu beschwören und gleichzeitig zuzusehen, wenn heimische Produktionskapazitäten verschwinden. Der Wirtschaftsminister müsse aktiv werden und alle Möglichkeiten ausloten, um Arbeitsplätze und Lebensmittelproduktion in Österreich zu erhalten.
Petition mit 70.000 Unterschriften
Die Unterstützung aus der Bevölkerung für den Erhalt des Werks wächst. Die Petition „Rettet das Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld!“ wurde bereits von rund 70.000 Menschen unterschrieben. Die PRO-GE begrüßt diese Initiative und ruft Beschäftigte, Bevölkerung und alle Unterstützerinnen und Unterstützer regionaler Produktion dazu auf, die Petition zu unterschreiben.
Die Petition ist unter diesem Link abrufbar.
Quelle: OTS
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