PRO-GE fordert Jobs für Ardo-Beschäftigte im Marchfeld

Die Produktionsgewerkschaft verlangt von künftigen Gemüseverarbeitern Arbeitsplatzangebote für die rund 240 Mitarbeiter des schließenden Ardo-Werks. Gewerkschaftschef Reinhold Binder kritisiert zudem stockende Sozialplan-Verhandlungen.
Dass ein Teil der Marchfeld-Gemüseverarbeitung in Österreich bleiben soll, begrüßt Reinhold Binder, Bundesvorsitzender der PRO-GE. Es gehe um Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. Eine Mogelpackung wäre es, mitten im Marchfeld mehr Gemüse anzubauen, während Verarbeitung und Arbeitsplätze verschwinden, so der Gewerkschafter.
Bis eine industrielle Verarbeitung aufgebaut ist, werde noch Zeit vergehen. Das Ardo-Werk schließe jedoch bereits im August 2027. Binder fordert daher eine rasche Perspektive für die rund 240 Beschäftigten.
Sozialplan-Verhandlungen stocken
So stark man sich für die Zukunft der Marchfeldbauern eingesetzt habe, müsse nun auch für die Arbeitnehmer gearbeitet werden, unterstreicht der PRO-GE-Chef. Nach sechs Verhandlungsrunden liege noch immer kein faires Angebot vor. Die Gewerkschaft verlangt eine deutliche Nachbesserung sowie eine Arbeitsstiftung.
Appell an künftige Verarbeitungsbetriebe
Über den Sozialplan hinaus hätten sich die Arbeitnehmer eine sichere Zukunft verdient, betont Binder. Unternehmen, die die Tiefkühlproduktion übernehmen, sollten den Ardo-Beschäftigten Arbeitsplätze anbieten. Er appelliert an Bund und Land, auf die künftigen Betriebe einzuwirken und bei Bedarf Umqualifizierungen anzubieten.
Es gehe um Menschen, die jahrelang bei Ardo gearbeitet und Erfahrung gesammelt hätten. Sie dürften nicht im Regen stehen gelassen werden, so der Gewerkschaftsvorsitzende abschließend.
Quelle: OTS
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