Prozess um Munitionsbesitz in Niederösterreich vertagt

Mathias FischerMathias Fischer
Angeklagter im Gerichtssaal in Wien, Hände gefaltet, blickt auf Dokumente.
© Joerg weitze

Ein 46-Jähriger aus dem Bezirk Melk muss sich wegen des Besitzes von Munition und Kriegsmaterial vor dem Landesgericht St. Pölten verantworten. Die Verhandlung wurde am Mittwoch erneut verschoben.

Ein Mann aus dem Bezirk Melk stand am Mittwoch wegen des Besitzes von Munition und Kriegsmaterial vor dem Landesgericht St. Pölten. Gegen den 1980 geborenen Beschuldigten besteht ein Waffenverbot. Die Sondereinheit Cobra war am 16. März heuer an seiner Wohnadresse im Einsatz. Bei der Hausdurchsuchung stellten die Beamten Patronen und Geschosse sicher. „Ich habe nichts zu verbergen“, erklärte der Niederösterreicher vor Gericht. Die Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Das Einzelrichterverfahren hatte bereits am 27. Mai begonnen. Im Mittelpunkt der aktuellen Verhandlung stand die Frage, welche der beschlagnahmten Gegenstände unter das Waffengesetz beziehungsweise das Kriegsmaterialgesetz fallen und ob sie funktionsfähig sind. Zu den sichergestellten Objekten gehören unter anderem „Platzpatronen 33“ – eine Munitionsart, die von der Wehrmacht verwendet wurde – sowie Leuchtspurgeschosse.

Zusätzlich sollen nun auch Patronen untersucht werden, die nicht bei der Hausdurchsuchung gefunden wurden. Der Angeklagte erklärte sich bereit, diese freiwillig an die Polizei auszuhändigen. Er gab an, lediglich leere Hülsen besessen zu haben. Außerdem sind weitere Zeugeneinvernahmen geplant. Aus diesem Grund wurde der Prozess erneut vertagt.

Quelle: APA

Worüber spricht Melk morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.