Prozess um sieben Kilo Kokain in Salzburg

Zwei Angeklagte müssen sich wegen des Transports von sieben Kilogramm Kokain vom Balkan nach Salzburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen rund ein Dutzend Fahrten vor, so der ORF.
Die beiden Beschuldigten sollen insgesamt etwa sieben Kilogramm Kokain in rund einem Dutzend Fahrten vom Balkan nach Salzburg gebracht haben. Das wirft ihnen die Staatsanwaltschaft vor. Der Absatzmarkt der Angeklagten sei groß gewesen.
Kokainkonsum in Salzburg stark gestiegen
Seit 2015 hat sich der Kokainkonsum im Land Salzburg nahezu verdoppelt. Das belegen aktuelle Abwasseruntersuchungen. Zudem drehe sich bereits in jedem zweiten Beratungsgespräch der Drogenberatungsstellen im Land um Kokainabhängigkeit, die mittlerweile in allen Gesellschaftsschichten verbreitet sei.
Landesweit liegt die Stadt Salzburg beim Kokainkonsum an erster Stelle. Dahinter folgen die großen Tourismuszentren im Pinzgau und Pongau.
Reinheit steigt, Preise sinken
Die Reinheit von sichergestelltem Kokain nimmt seit Jahren zu, während die Preise gleichzeitig fallen, da das Angebot groß ist. Das geht aus dem Drogenbericht der EU hervor. Noch vor wenigen Jahren kostete ein Gramm Kokain rund 100 Euro, heute ist es bereits um nur mehr 50 Euro erhältlich.
Südamerikanische Kokainkartelle liefern inzwischen häufig über den Balkan nach Europa. Vor wenigen Jahren hätten die Angeklagten mit derselben Menge Rauschgift noch rund 300.000 Euro verdienen können, aktuell dürften es gut 100.000 Euro sein.
Der Strafrahmen für die Angeklagten orientiere sich nicht unmittelbar an der Menge des Rauschgifts, sondern an dessen Reinheitsgrad. Im Vorjahr wurden im Land Salzburg insgesamt nur knapp vier Kilogramm Kokain beschlagnahmt.
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