Quagga-Muschel breitet sich in Oberösterreich aus

Pia ProdingerPia Prodinger
Quaggamuscheln auf Holzpfahl und Sand, Wassersportgerätereinigung, Wasseranalyse unter Mikroskop
© Mit KI (Gemini) generiert

In mehreren oberösterreichischen Seen stellt die Quagga-Muschel ein zunehmendes Problem dar. Betroffen sind unter anderem Attersee, Traunsee und Mondsee, wo Badegäste über Schnittverletzungen durch die scharfkantigen Muschelschalen klagen, so der ORF.

Die aus dem Schwarzmeer-Raum stammende Muschelart hat sich in Attersee, Traunsee und Mondsee angesiedelt. Die Tiere heften sich an Stege, Boote, Schwimmleitern und Wasserleitungen fest. Badende berichten häufig von Verletzungen, die durch die scharfen Kanten der Schalen entstehen.

Die invasive Art verdrängt heimische Muschelarten und kann technische Anlagen verstopfen. Zudem führen die scharfkantigen Schalen zu blutigen Schnittwunden bei Badegästen und Wassersportlern.

Salzburger Seen noch nicht betroffen

In Salzburg ist die Lage derzeit noch entspannt, wie Margot Geiger vom Gewässerschutz des Landes mitteilt. Seit 2023 werden die großen Salzburger Seen auf das Vorkommen der Quagga-Muschel untersucht. Dabei werden jährlich Wasserproben entnommen und genetisch analysiert.

Die letzte Untersuchung fand im Juni statt. Alle Proben fielen negativ aus, es gibt derzeit keine Hinweise auf ein Vorkommen der Muschel in Salzburger Gewässern.

Warnung vor Verschleppung

Die Expertin warnt jedoch vor einer raschen Ausbreitung. Ein Überspringen von einem See zum anderen sei schnell möglich. Geiger appelliert an alle Wassersportler und Angler, ihre Ausrüstung gründlich zu säubern und zu waschen, bevor sie zu einem anderen Gewässer wechseln.

Ist die Quagga-Muschel einmal eingeschleppt, kann sie nicht mehr wirksam bekämpft werden. Die Prävention durch sorgfältige Reinigung von Wassersportgeräten und Angelausrüstung sei daher die einzige Möglichkeit, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3362743/

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