Radgipfel und Fußverkehrsgipfel starten im Burgenland

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Im Burgenland finden heuer erstmals der Radgipfel und der Fußverkehrsgipfel gemeinsam statt. Über 400 Fachleute aus ganz Österreich sowie internationale Expertinnen und Experten werden in Eisenstadt erwartet.

Der 17. Österreichische Radgipfel und der 2. Österreichische Fußverkehrsgipfel werden gemeinsam vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur im Rahmen der Klimaschutzinitiative klimaaktiv mobil, dem Land Burgenland und Eisenstadt veranstaltet. Erstmals werden beide Mobilitätsformen in einer gemeinsamen Fachkonferenz behandelt. Mehr als 400 Fachgäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sollen neue Impulse für die nationale Agenda zur Aktiven Mobilität setzen.

Mobilitätsminister Peter Hanke sieht in aktiver Mobilität einen entscheidenden Schlüssel für klimafreundliche und lebenswerte Städte und Regionen. „Mit dem Rad- und Fußverkehrsgipfel 2026 setzen wir ein deutliches Zeichen, um den Stellenwert von Radfahren und Zu-Fuß-Gehen in Österreich weiter zu stärken und in Kombination mit dem öffentlichen Verkehr die Multimodalität zu fördern“, betont Hanke. Alle Generationen und Regionen würden davon profitieren, da es die Lebensqualität erhöhe, fit halte und mehr Bewegung in den Alltag bringe.

Burgenland will Radverkehr bis 2030 verdoppeln

Landesrat Heinrich Dorner erklärt, das Burgenland habe sich zum Ziel gesetzt, den Rad- und Fußverkehr aktiv voranzutreiben. Bis 2030 soll die Anzahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege verdoppelt werden. Mit dem im März 2026 beschlossenen Masterplan „Burgenland zu Fuß“ sei eine wichtige Grundlage geschaffen worden, um mehr Menschen zum Gehen einzuladen und diese Mobilitätsform in der Verkehrsplanung gleichwertig mitzudenken.

Bürgermeister Thomas Steiner freut sich über die hochkarätige Expertise, die nach Eisenstadt kommt. Die Konferenz schaffe Raum für Austausch, neue Ideen und konkrete Impulse für die weitere Mobilitätsentwicklung. Mit dem Klimafahrplan 2040 und dem konsequenten Ausbau von öffentlichem Verkehr, Radverbindungen und sicheren Fußwegen habe die Stadt den Weg bereits eingeschlagen.

Internationale Expertinnen und Experten als Vortragende

Im Rahmen der dreitägigen Konferenz werden aktuelle Trends und Entwicklungen diskutiert, erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt und Netzwerke geknüpft. Zu den Vortragenden zählen unter anderem Chiara Molinar (Fußverkehrsverantwortliche der Stadt Paris), Friedemann Goerl (Fußverkehrsverantwortlicher der Stadt Leipzig), Helge Hillnhütter (Mobilitätsforscher an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie), Judit Rab (Budapester Verkehrszentrum), Stephanie Peer (Mobilitätsforscherin an der WU Wien), Rul von Stülpnagel (Kognitionswissenschafter an der Universität Freiburg), Kathrin Viergutz (Mobilitätsforscherin) und Anna Mayerthaler (ÖBB Personenverkehr).

Ein umfassendes Rahmenprogramm mit Exkursionen zu Fuß und per Rad ermöglicht es, in der Praxis umgesetzte Maßnahmen hautnah zu erleben.

Öffentlicher Vortrag und Mitmach-Challenge

Den Abschluss bildet ein öffentlich zugänglicher Vortrag von Public Health-Experte Hans-Peter Hutter und Umweltpsychologin Lisbeth Weitensfelder von der Medizinischen Universität Wien.

Mit Beginn der Fachtagung startet auch die #MeterMachen-Challenge. Die Mitmachaktion für alle Generationen lädt Radfahrende und Zu-Fuß-Gehende ein, zwischen 9. und 22. September 2026 möglichst viele Radkilometer beziehungsweise Schritte zu sammeln und Preise zu gewinnen. Radlerinnen und Radler registrieren sich dafür in der Österreich radelt-App oder unter radelt.at. Wer lieber zu Fuß geht, sammelt seine zurückgelegten Wege in der Walk15-App unter walk15.app.

Quelle: OTS

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