Radtourismus in Klagenfurt: Jeder sechste Gast kommt mit Rad

Die Tourismusregion Klagenfurt am Wörthersee hat heuer 400.000 Euro in die Attraktivierung des Fahrradangebots gesteckt. Mittlerweile sind 17 Prozent aller Touristen in der Landeshauptstadt Radfahrer, so der ORF.
Die Tourismusregion Klagenfurt am Wörthersee hat im laufenden Jahr 400.000 Euro in die Verbesserung des Angebots für Radtouristen investiert. Eine vergleichbare Summe soll auch 2027 fließen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Vereinheitlichung der Beschilderung von regionalen und überregionalen Radwegen.
Infrastruktur: Zehn Projekte geplant
In Klagenfurt befinden sich rund zehn Projekte zur Verbesserung der Radinfrastruktur in Planung. In den letzten fünf Jahren flossen bereits 1,3 Millionen Euro in den Ausbau, wie Straßenbau-Stadträtin Sandra Wassermann (FPÖ) erklärte. Die Landeshauptstadt müsse insgesamt 337 Kilometer Radwege pflegen, instand halten und neu bauen.
Trotz der Investitionen bleibe noch viel zu tun, so die Verkehrsstadträtin. Es seien 235.000 Euro budgetiert worden, doch dringend benötigte Maßnahmen beim Radwegbau könnten nicht umgesetzt werden, da bis heute kein Budget zur Verfügung stehe.
Koralmbahn steigert Radtourismus
Der Radtourismus habe bereits vor der Eröffnung des Koralmtunnels zugenommen, berichtete Wirtschafts- und Tourismus-Stadtrat Julian Geier (ÖVP). Seit einigen Monaten sei ein weiterer Anstieg spürbar. Der Anteil der Radfahrtouristen am Gesamttourismusaufkommen sei deutlich gestiegen und liege mittlerweile bei 17 Prozent.
Die Auswirkungen der Koralmbahn seien in vielen Branchen spürbar, so der Wirtschaftsreferent. Betroffen seien Beherbergungsbetriebe, Kulturbetriebe, der Innenstadthandel und die Kaufleute. Am stärksten profitiere aber wohl die Gastronomie.
Mehr Ankünfte und Lückenschluss geplant
Laut Auskunft der ÖBB gebe es durch die Koralmbahn 20 bis 25 Prozent mehr Ankünfte, sagte Helmuth Micheler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Klagenfurt am Wörthersee. Die Radweginfrastruktur müsse weiter ausgebaut werden.
Ein zentrales Anliegen sei die Umsetzung der Drauradwegbrücke – der alten Eisenbahnbrücke zwischen Grafenstein und der Gemeinde St. Kanzian. Damit solle im nächsten Jahr der Lückenschluss in Richtung Drauradweg für Radfahrer geschaffen werden.
Radtouristen gelten laut Tourismusstatistiken als investitionsfreudig im Urlaub. Bisher wurden 14 Betriebe als fahrradfreundlich zertifiziert, weitere sollen folgen.
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