Raiffeisen Lagerhaus Salzburg tritt RWA-Genossenschaft bei

Die Raiffeisen Lagerhaus Salzburg wird Mitglied der RWA Raiffeisen Ware Austria. Mit dem Eintritt in die Genossenschaft soll der Warensektor gestärkt werden. Das Salzburger Unternehmen bleibt eigenständig.
Die Raiffeisen Lagerhaus Salzburg GmbH (RLS) ist ab sofort Genossenschaftsmitglied der RWA Raiffeisen Ware Austria. Damit soll der genossenschaftliche Warensektor verstärkt und vorhandene Stärken künftig besser gemeinsam genutzt werden. Die RLS bleibt trotz des Beitritts ein eigenständiges Salzburger Unternehmen.
Mit dem Schritt setzt die RLS ein Zeichen für mehr strategische Kooperation mit dem Lagerhaus-Sektor in ganz Österreich. Johannes Schuster, Vorstandsvorsitzender der RWA, spricht von einem historischen Meilenstein für die Weiterentwicklung des österreichischen Lagerhaus-Verbundes. „Wir freuen uns, ab sofort gemeinschaftlich eine starke Basis für die Lagerhaus-Genossenschaften und damit für die landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich zu bilden“, so Schuster.
Anteilszeichnung über eine Million Euro
Die RLS hat Anteile in der Höhe von 1 Million Euro an der RWA gezeichnet. Anna Doblhofer-Bachleitner, Mitglied der Geschäftsleitung im Raiffeisenverband Salzburg, betont die Bedeutung der Eigenständigkeit: Die RLS werde weiterhin als selbstständige Einkaufsorganisation am Markt agieren. Auf Projektebene soll die Zusammenarbeit jedoch intensiviert werden.
Für die rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Lagerhaus-Mitglieder ändert sich im täglichen Arbeiten nichts. Prozesse, Strukturen und Abteilungen bleiben unverändert. Martin Schiller, der gemeinsam mit Ilona Thape und Wolfgang Schröcker die Geschäftsführung der RLS bildet, verweist auf die angespannte Lage im Handel und im Baugewerbe. Neue Synergien und Partnerschaften würden helfen, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten
In den kommenden Monaten wollen beide Unternehmen prüfen, in welchen Bereichen eine engere Zusammenarbeit zusätzlichen Mehrwert schaffen kann. Im Mittelpunkt stehen die Geschäftsfelder Agrar, Technik, Energie und Retail sowie der Austausch von Know-how und die Weiterentwicklung von Lösungen für die österreichische Landwirtschaft und den ländlichen Raum.
Christoph Metzker, Mitglied des Vorstands der RWA, hebt den genossenschaftlichen Gedanken hervor. Gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten zeige sich die Stärke dieses Ansatzes. Ziel sei es, Kompetenzen besser zu vernetzen und vorhandene Synergien zu nutzen – mit regionaler Verantwortung und unternehmerischer Eigenständigkeit.
Über die Unternehmen
Dem RWA-Lagerhausverbund gehören Lagerhaus-Genossenschaften aus Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, dem Burgenland und Kärnten an. Insgesamt umfasst er 35 Lagerhaus-Genossenschaften mit rund 900 Standorten.
Zur 100-prozentigen Tochter des Raiffeisenverbandes Salzburg zählen derzeit 24 Salzburger Lagerhaus-Standorte, sieben Fachwerkstätten, 19 Tankstellen, zwei Tanklager in Salzburg-Lehen und Saalfelden, das Bio-Mischfutterwerk in Salzburg-Itzling sowie das 2023 neu errichtete Zentrallager in Salzburg-Bergheim.
Quelle: OTS
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