Raiffeisen-Lagerhaus schließt zwei Standorte in NÖ

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Raiffeisen-Lagerhaus GmbH mit Sitz in Bruck an der Leitha macht zwei Filialen in Niederösterreich dicht. Betroffen sind die Standorte Aspang und Pernitz. Laut Gewerkschaft verlieren mehr als 100 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

Die Raiffeisen-Lagerhaus GmbH (RLG) hat am Mittwoch das gesetzlich vorgeschriebene AMS-Frühwarnverfahren eingeleitet. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber der APA. Wann genau die beiden Lagerhäuser geschlossen werden, steht noch nicht fest. Zusätzlich kündigte die RLG eine „strukturelle Neuausrichtung“ für weitere Standorte an.

Nach Angaben der Gewerkschaft GPA Niederösterreich sind über 100 Beschäftigte von den Schließungen betroffen. Das Unternehmen selbst wollte die genaue Zahl am Freitag nicht bestätigen. Das Verfahren sei erst angelaufen, die tatsächliche Anzahl der personellen Anpassungen könne sich noch ändern, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme.

Gewerkschaft fordert Sozialplan

Zwischen Arbeitnehmervertretern und der Geschäftsführung haben bereits Gespräche stattgefunden. „Wir fordern einen Sozialplan, der die Folgen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen bestmöglich abfedert“, erklärte Michael Pieber, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Niederösterreich, in einer Aussendung. Verhandlungen über einen Sozialplan seien bereits im Gange.

Keine wirtschaftliche Perspektive für die Standorte

Für die Lagerhäuser in Aspang und Pernitz gebe es langfristig keine realistische Perspektive für einen wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb, begründete die RLG die Entscheidung. Als Ursachen nannte das Unternehmen den Strukturwandel in der Landwirtschaft, anhaltend schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und deutlich gestiegene Kosten.

Die Raiffeisen-Lagerhaus GmbH betreibt derzeit 16 Standorte. Laut Jahresabschluss im Firmenbuch wies die RLG für 2025 einen Umsatz von 124 Millionen Euro und einen Jahresverlust von 4,1 Millionen Euro aus. Über die Jahre hat sich ein Bilanzverlust von 13 Millionen Euro angesammelt.

In Österreich betreiben 70 Lagerhaus-Genossenschaften rund 1.000 Standorte mit rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Quelle: APA

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