Rapid siegt 2:0 beim LASK und bleibt Tabellenführer

Die Wiener feierten in der Raiffeisen Arena ihren siebenten Sieg im achten Bundesliga-Spiel. Ercan Kara und Joker Claudy Mbuyi trafen für die Hütteldorfer, die drei Punkte vor Salzburg liegen. Der Meister wartet hingegen seit vier Partien auf einen Erfolg.
Rapid Wien hat seine Erfolgsserie in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und beim LASK mit 2:0 gewonnen. Die Grün-Weißen feierten damit den ersten Sieg überhaupt in der Raiffeisen Arena. „Wir haben unseren Weg fortgesetzt, sind einfach im Flow geblieben“, sagte Trainer Johannes Hoff Thorup nach der Partie.
In der ersten Hälfte hatte Ercan Kara noch Pech, als sein Schuss nur die Latte traf. Nach dem Seitenwechsel machte es der Stürmer besser und erzielte in der 58. Minute das 1:0. „Wichtig ist, dass der Ball drinnen war und ich der Mannschaft damit helfen konnte“, so der 30-Jährige, der damit seinen achten Treffer im 14. Saison-Pflichtspiel markierte. „Es ist nicht einfach, hier das Spiel zu dominieren, das haben wir aber gemacht, Chancen herausgespielt und verdient gewonnen“, resümierte Kara.
Hoff Thorup sieht „großen Schritt“
Der dänische Coach zeigte sich nach dem Auftritt zufrieden und sprach von einem „großen Schritt“ seiner Mannschaft. „Es war heute nahe an dem Spiel, wie wir es wollen“, betonte Hoff Thorup. Die eigene Rolle wollte er dabei nicht überbewerten: „Trainerarbeit ist nur ein Teil für den Erfolg. Ich versuche, die Spieler nur zu inspirieren. Sie selbst müssen aber bereit sein, so hart wie möglich zu arbeiten.“
Kara lobte die Arbeit seines Trainers: „Wir haben kontinuierlich genau das geübt, was er will. Durch viele Gespräche und Videoanalysen hat er uns auch überzeugt, dass es funktioniert und wir selbstbewusst spielen können. Das zeichnet uns aktuell am meisten aus.“ Ein glückliches Händchen bewies der Coach auch bei den Wechseln: Claudy Mbuyi traf in der 82. Minute mit seiner ersten Ballberührung nach der Einwechslung zum 2:0. „Das ist es, was du willst, wenn du wechselst. Dass es so aufgeht, ist ein Wahnsinn“, freute sich Hoff Thorup.
Gespräche über Demir-Vertragsverlängerung
Mit sieben Siegen aus acht Spielen führt Rapid die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf Salzburg, fünf auf den LASK und sieben auf Sturm an. „Es ist wichtig, nicht zu weit nach vorne zu blicken, aber wenn wir so weitermachen, werden wir diese Saison noch viel Freude haben“, meinte der Trainer.
Längerfristig planen die Hütteldorfer mit Yusuf Demir. Der 23-Jährige ist nach Auslandsaufenthalten in Wien wieder aufgeblüht. Sein Vertrag läuft nach der Saison aus, Rapid besitzt eine Verlängerungsoption und führt bereits Gespräche. „Er hat einen Riesenstep gemacht, ist ein überragender Spieler, für die Art, wie wir spielen wollen. Wir wollen verlängern und ich glaube, dass wir das können“, sagte Sport-Geschäftsführer Markus Katzer. Demir selbst sprach von „positiv verlaufenen“ ersten Gesprächen.
LASK vor Liverpool-Duell in der Krise
Für die Linzer war es die vierte Partie in Folge ohne Sieg. Nach dem 0:1 in der Champions League bei AEK Athen, dem 1:2 bei Sturm und dem 3:3 in Hartberg folgte nun die Heimniederlage gegen Rapid. „Wir haben einen Gegner, der im Moment gut drauf ist, spielen lassen. Speziell erste Halbzeit haben wir nicht die Energie ins Spiel gebracht, die man benötigt. In so einem Spitzenspiel muss man mehr bringen“, erklärte Trainer Dietmar Kühbauer.
Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf forderte eine Reaktion: „Die nächsten Wochen werden nicht einfacher, wir müssen schnellstmöglich in die Erfolgsspur finden. Wir haben zu viele Spieler, die vielleicht nicht an ihre Leistungsgrenze und Intensität kommen.“
Bereits am Mittwoch gastiert Liverpool in der Champions League in Linz. „Auf uns wartet ein unglaublich intensiver, wichtiger Block. Wir wollen Österreich gut vertreten, ein unangenehmer Gegner sein“, sagte LASK-Sportdirektor Dino Buric. Kühbauer stellte klar, dass die Engländer „weit über Rapid“ stünden.
Verletzungssorgen vor Liverpool-Spiel
Zusätzlich plagen den Meister Verletzungssorgen. George Bello fällt wegen einer Muskelverletzung am Mittwoch fix aus, Moses Usor verspürte starke Schulterschmerzen. „Da hoffen wir, dass es nicht allzu lange dauert“, sagte Kühbauer.
Quelle: APA
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