Rapid siegt im Derby 2:0 gegen Austria

Die Hütteldorfer feiern den achten Pflichtspielsieg in Folge. Yusuf Demir bricht mit seinem Elfertor nach einer Stunde den Widerstand der Violetten. Trainer Johannes Hoff Thorup gewinnt sein erstes Derby im vierten Versuch.
Rapid Wien hat die erste Hälfte des Grunddurchgangs in der Fußball-Bundesliga mit einem 2:0-Auswärtssieg bei der Austria abgeschlossen. Die Grün-Weißen holten damit den zehnten Dreier aus den ersten elf Runden und feierten den achten Pflichtspielsieg hintereinander.
Dabei stand die Erfolgsserie lange auf der Kippe. Bis zur 60. Minute dominierte der Erzrivale das Geschehen, ehe Yusuf Demir per Strafstoß die Wende einleitete. Jannes Horn hatte den Elfmeter eingeleitet. „Ein gutes Team zeichnet aus, dass es auch solche Spiele gewinnt“, sagte der Verteidiger nach der Partie.
Hoff Thorup: „Nicht gut genug am Ball“
Trainer Johannes Hoff Thorup zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor dem Führungstreffer unzufrieden. „Vor unserem ersten Tor waren wir nicht gut genug am Ball und mussten zu viel verteidigen“, analysierte der Coach. Nur in den Anfangsminuten hatte Rapid das Spiel kontrolliert, danach übernahmen die Veilchen das Kommando.
In der Halbzeitpause verzichtete der 37-Jährige auf laute Worte und versuchte stattdessen, seinen Spielern taktische Lösungen aufzuzeigen. Das zahlte sich aus: „Nach dem 1:0 hatten wir wieder einen viel besseren Rhythmus“, erklärte Hoff Thorup.
Erster Derbysieg
Für den Trainer war es im vierten Anlauf der erste Sieg im Wiener Derby. „Das bedeutet mir sehr viel, ich bin sehr glücklich“, sagte Hoff Thorup. Er wisse, wie wichtig der Erfolg für den gesamten Verein und dessen Umfeld sei. Stolz sei er auch darüber, dass Rapids Leistungen mittlerweile selbst bei Derbysieg kritisch betrachtet würden – ein Zeichen für die gestiegene Erwartungshaltung.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Coach vom Teamgeist. „Niemand lehnt sich zurück, jeder will sich immer verbessern. Ich bin stolz auf die Spieler, und das wäre ich auch, wenn wir heute verloren hätten, weil ich sehe, wie hart sie jeden Tag arbeiten.“
Die schwierige Phase zwischen der 15. und 60. Minute bezeichnete er als Charaktertest. „Man findet heraus, ob man gut gearbeitet hat und eine gute Gruppe hat, wenn man solche Momente übersteht“, so Hoff Thorup. Niemand habe aufgehört zu laufen oder zu verteidigen.
Rotation gegen WAC möglich
Zum fünften Mal in Folge setzte der frühere Norwich-Betreuer auf dieselbe Startelf. Für das Heimspiel am Freitag gegen den WAC deutete er jedoch Änderungen an. „Man kann sehen, wir haben Spieler, die von der Bank kommen und einen guten Job machen.“
Im Duell mit dem Schlusslicht könnte Rapid die Tabellenführung ausbauen, da Verfolger Red Bull Salzburg (drei Punkte Rückstand) erst am Sonntag bei Sturm Graz antritt. Torhüter Niklas Hedl will sich damit aber nicht beschäftigen: „Jetzt auf die Tabelle zu schauen, ist nicht so sinnvoll. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“
Quelle: APA
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