Rapid siegt weiter, Austria vor Derby in der Krise

Mona HopfingerMona Hopfinger
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Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor dem Wiener Derby am Sonntag nicht sein: Während Rapid mit dem siebenten Sieg in Folge ins Cup-Viertelfinale einzog, schied die Austria gegen Hartberg im Elferschießen aus – die vierte Niederlage hintereinander.

Die Wiener Austria ist am Dienstag im ÖFB-Cup-Achtelfinale gegen den TSV Hartberg im Elfmeterschießen ausgeschieden. Nach regulärer Spielzeit stand es unentschieden, vom Punkt unterlagen die Veilchen mit 3:5. Der erhoffte Impuls durch Interimscoach Max Uhlig blieb aus, die Mannschaft kassierte die vierte Pleite in Serie. Rapid hingegen feierte beim 3:0 gegen die Vienna den siebenten Sieg in Folge.

Gegen Hartberg starteten die Violetten mit hohem Tempo und gingen durch Johannes Eggestein verdient in Führung. Doch nach rund 30 Minuten fiel die Mannschaft in gewohnte Schwächen zurück, die anfängliche Spritzigkeit verpuffte. „Dass wir nicht mehr in die Aktivität gekommen sind, muss man ankreiden“, räumte Uhlig ein. Gleichzeitig betonte der 33-Jährige: „Dass sie es können, hat man gesehen. Jetzt geht es darum, es von 30 auf 90 Minuten auszudehnen.“

Eggestein sieht Fortschritte trotz Aus

Stürmer Eggestein widersprach der Einschätzung, der Trainerwechsel habe nichts gebracht. Nach nur zwei Tagen unter Uhlig seien bereits Anpassungen sichtbar gewesen. „Da hat Max was in der Mannschaft bewegen können“, sagte der Deutsche. Die Austria habe dominant mit dem Ball gespielt und sich klare Chancen erarbeitet. „Jetzt müssen wir uns dafür belohnen.“

Als Tabellenvorletzter richtet sich der Fokus nun ganz auf die Liga. „Dass die Situation durch das Ausscheiden nicht einfacher wird, ist jedem bewusst“, so Uhlig. Die Devise sei, das Cup-Aus schnellstmöglich abzuhaken.

Austria-Fans fordern Derbysieg

Nach Spielende forderten die Anhänger lautstark: „Wir wollen den Derbysieg.“ Uhlig gab sich realistisch: „Wenn man es am Papier analysiert, spricht nicht so viel für die Austria.“ Doch über Tabellenkonstellationen zu sprechen, bringe in dieser Situation wenig. „Wir wissen, dass das Derby immer ganz eigene Gesetze hat.“

Eggestein sieht die Partie gegen den Tabellenführer als Chance, die Wende einzuleiten. „Das Derby ist eine gute Möglichkeit, das Ruder rumzureißen und die Stimmung in eine andere Richtung zu bringen.“ Reinhold Ranftl, der im Cup angeschlagen fehlte, soll in der neuen Viererkette als Rechtsverteidiger zurückkehren. „Ich rechne stark damit, dass er zurückkommt“, sagte Uhlig.

Rapid mit siebenter Erfolgsserie

Bei Rapid herrscht dagegen Hochstimmung. Der 13. Sieg im 16. Pflichtspiel war der siebente in Folge – bei einem Torverhältnis von 24:4. „Es steckt harte Arbeit hinter unserem Erfolg, wir geben in jedem Training Gas“, erklärte Kapitän Matthias Seidl. Gegen die Vienna sorgte Yusuf Demir früh für die Führung (18.), Claudy Mbuyi traf nach seiner Rückkehr in die Startelf doppelt (69., 86.).

Trainer Johannes Hoff Thorup rotierte dreifach und zog dennoch souverän ins Viertelfinale ein. „Für die Vienna war das Cupspiel wahrscheinlich das wichtigste Spiel der ganzen Saison, für uns war das nicht der Fall“, sagte der Däne. Das Derby werde eine ganz andere Partie. „Ich weiß, dass das Derby das wichtigste Spiel für uns, den Verein, die Fans ist, deshalb gilt es, die Partie unbedingt zu gewinnen.“

Mit der Favoritenrolle müsse man leben, so Hoff Thorup. Seidl relativierte: „Im Derby war aber der Sieger zuletzt nicht immer klar vor dem Match. Und jedes Spiel beginnt bei 0:0.“ Anpfiff ist am Sonntag um 17 Uhr.

Quelle: APA

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