Raqib Shaw zeigt erste UK-Soloausstellung seit 2015

Der Maler Raqib Shaw präsentiert in Compton Verney seine Ausstellung „Night Sonnets“. Die Schau knüpft an sein autobiografisches Werk „Paradise Lost“ an, das derzeit in Chicago zu sehen ist.
Der Künstler Raqib Shaw kehrt mit einer Einzelausstellung nach Großbritannien zurück. In Compton Verney in Warwickshire zeigt er unter dem Titel „Night Sonnets“ neue Arbeiten – es ist seine erste Soloschau im Vereinigten Königreich seit 2015.
Shaw lebt und arbeitet in Peckham im Süden Londons. Sein Atelier ist gefüllt mit mythologischen Statuen, Bücherregalen und aufwendig bestickten Möbeln – eine opulente Umgebung, die sich in seinen Werken widerspiegelt. Im Wohnbereich hängt ein großer Jacquard-Wandteppich mit dem Titel „The Pragmatic Pessimist“ aus dem Jahr 2024. Das Werk zeigt einen winterlichen Palast in eisigen Blautönen, in dem ein Mann Kunstbücher verbrennt, um ein Feuer am Leben zu erhalten. Auf den Buchrücken sind Namen wie Giotto und Tintoretto zu erkennen.
Reflexion über Zerstörung und Identität
Der Wandteppich thematisiert die Zerstörung des Planeten, wobei Shaw sich selbst als Zeuge positioniert. Die neuen Gemälde bauen auf „Paradise Lost“ auf, einem 30 Meter breiten autobiografischen Werk, das derzeit im Art Institute of Chicago ausgestellt ist.
Über 21 Tafeln hinweg setzt sich Shaw mit Identität, dem Vergehen der Zeit und dem Streben nach Schönheit angesichts von Unruhe auseinander. Er verwebt dabei Bezüge zu westlichen und kaschmirischen Denkern. Das Resultat erweitert Shaws persönliche Geschichte zu einer umfassenderen Betrachtung darüber, wie Menschen einer zerbrochenen Welt Sinn verleihen.
„Es ist eine Heimkehr“, sagte Shaw gegenüber The Art Journal in seinem Garten, den er als einen kleinen Eden beschreibt.
Quelle: https://ropac.net/news/3109-raqib-shaw-night-sonnets-the-painter-who-embraces-the-night
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