Reality3D 2026.3 bringt Lüftungsanlagen in BIM-Workflow

Pia ProdingerPia Prodinger
BIM2-Modellierung mit farbigen Markierungen und Menü in Wien
© rmdatagroup.com

Die Software Reality3D ermöglicht in der neuen Version 2026.3 die vollständige Erfassung von Lüftungsanlagen im BIM-Workflow. Zusätzlich stehen neue Exportformate wie STEP, OBJ und STL zur Verfügung.

Die aktuelle Version 2026.3 von Reality3D erweitert die Möglichkeiten der BIM-Modellierung um gebäudetechnische Anlagen. Mit speziellen Befehlen können Lüftungselemente und Lüftungsverläufe mit rundem Querschnitt sowie rechteckige Einzelsegmente sowohl in der 3D- als auch in der 2D-Ansicht erfasst werden. Der IFC-Export schreibt diese Elemente und deren Verläufe vollständig als Teil des Modells in die Datei. Die Bestandserfassung von TGA-Anlagen erfolgt damit durchgängig in Reality3D und kann als vollständiges Fachmodell an die Planung übergeben werden.

Neue Exportformate für Fertigung und Visualisierung

Für BIM-Modelle und die freie 3D-Konstruktion stehen ab sofort die Exportformate OBJ, STL und STEP zur Verfügung – zusätzlich zu IFC und DWG/DXF. STEP gibt die Geometrie als Volumenkörper an Maschinen- und Anlagenbau-CAD weiter, etwa für Stahlbau, Sonderkonstruktionen oder Einbauteile. OBJ ist das gängige Format für Visualisierung, Rendering sowie Web- und AR-Darstellungen, STL das Standardformat für 3D-Druck und Modellbau. Die aus der Punktwolke abgeleiteten Modelle lassen sich damit direkt in Fertigung, Visualisierung und Prototyping weiterverwenden, ohne Zwischenkonvertierung über weitere Tools.

Lokales Höhensystem und X-Ray-Export

Für jede Achse kann nun eine Referenzhöhe gesetzt werden, die aktiv wird, sobald die Achse als benutzerdefiniertes Koordinatensystem verwendet wird. Sie gilt dann auch für Höhenkoten und Geschoßebenen. Höhenkoten und Geschoßebenen lassen sich damit ohne manuelle Umrechnung direkt im örtlichen Höhensystem des Bauwerks ausgeben.

Die transparente Punktwolkendarstellung steht nun auch für den Export von Schnitten zur Verfügung. Im Export-Schritt kann neben „Farbe“, „Kontur“, „Intensität“ und „Tiefe“ die Darstellungsart „Röntgenbild“ gewählt werden. Das erzeugte Rasterbild bildet die Dichte der Punktwolke ab: Pixel mit vielen überlagerten Punkten erscheinen deckend und in der tatsächlichen Punktfarbe, dünn besetzte Bereiche verblassen in Richtung Weiß.

Verbesserte IFC-Kompatibilität und Revit-Integration

Die in Reality3D vergebenen CAD-Typen werden beim IFC-Export als Presentation-Layer inklusive Layerfarbe geschrieben. Beim Empfänger steht die layerbasierte Struktur samt Sichtbarkeitssteuerung zur Verfügung, etwa in ArchiCAD, Revit oder in Prüfwerkzeugen wie Solibri, BIMcollab und usBIM. Die erzeugten IFC-Dateien sind mit dem offiziellen Validierungsservice von buildingSMART geprüft und auf dessen Anforderungen abgestimmt.

Das rmDATA Reality3D Revit-Plugin leitet Referenzebenen nun direkt aus der Punktwolke ab: Ein Klick auf die gewünschte Fläche erzeugt die Referenz- und damit die Arbeitsebene. Gerade schräge Ebenen entlang von Dachflächen, Rampen oder geneigten Wänden entstehen so sehr schnell.

Weitere Verbesserungen umfassen die Unterstützung für runde Stützen inklusive Berücksichtigung beim IFC-Import, erweiterte Funktionen für Platten sowie eine automatische Zylindersuche im Revit-Plugin. Alle CAD-Typen lassen sich gemeinsam ein- und ausblenden, was einen beschleunigten Wechsel zwischen Darstellungsvarianten ermöglicht.

Quelle: https://www.rmdatagroup.com/aktuelles/detail/neu-lueftungsverlaeufe-im-bim-workflow-zusaetzliche-exportformate-u-v-m

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