Rechnungshof enthüllt Kosten der Festspielhaus-Varianten

Der Bundesrechnungshof hat die Kosten aller sieben Projektvarianten für die Festspielhaus-Sanierung offengelegt. Die günstigste hätte 155 Millionen Euro gekostet, die gewählte Variante schlug mit 262 Millionen zu Buche – mittlerweile sind die Kosten auf 532 Millionen gestiegen.
Der Bundesrechnungshof hat seinen Bericht zur Sanierung des Festspielhauses veröffentlicht. Erstmals werden darin die Kosten aller Projektvarianten genannt, die bisher unter Verschluss gehalten wurden. Die günstigste der sieben Optionen hätte demnach 155 Millionen Euro gekostet.
Die Verantwortlichen Haslauer und Preuner (ÖVP) entschieden sich für die zweitteuerste Variante mit 262 Millionen Euro. Inzwischen sind die Kosten auf 532 Millionen Euro angewachsen. Im Sommer war bereits eine Warnung des Rechnungshofs vor einer Kostenexplosion auf 635 Millionen Euro bekannt geworden.
KPÖ kritisiert Intransparenz
Natalie Hangöbl, Klubobfrau der KPÖ, kritisiert die mangelnde Transparenz: „Die Landesregierung hat sich mit Händen und Füßen gegen eine Veröffentlichung der günstigeren Projektvarianten gewehrt. Jetzt liegt die Wahrheit endlich am Tisch: Die Luxusvariante, für die sich Haslauer und Preuner entschieden haben, war ganze 107 Millionen Euro teurer als notwendig.“
Landeshauptfrau Edtstadler habe bereits einen Kostendeckel von 395 Millionen Euro angekündigt. Hangöbl fordert dafür ein realistisches Konzept, damit es nicht bei Ankündigungen bleibe. Über Vor- und Nachteile der Varianten könne man diskutieren, so die Klubobfrau. „Aber dass es dafür erst die kritische Prüfung des Rechnungshofs braucht, ist untragbar. Das wäre bei keinem anderen Projekt vorstellbar.“
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