Red Bulls verlieren daheim gegen Bozen mit 1:4

Der EC Red Bull Salzburg kassierte in der win2day ICE Hockey League eine 1:4-Heimniederlage gegen den HCB Südtirol Alperia. Trotz Kampfgeist fanden die Salzburger kein Mittel gegen die starke Bozener Defensive.
Die Red Bulls mussten sich vor 2.264 Zuschauern dem HCB Südtirol Alperia geschlagen geben. Das Ergebnis fiel gemessen am Spielverlauf etwas zu deutlich aus.
Die Salzburger starteten auf Augenhöhe mit den Gästen, gerieten jedoch bereits im ersten Drittel mit 0:2 in Rückstand. Danach fanden sie lange kein Rezept gegen die kompakte Abwehr der Südtiroler. Immer wieder warfen Fehler im eigenen Spiel die Hausherren zurück.
Früher Doppelschlag bringt Bozen auf Kurs
Beide Mannschaften begannen fokussiert und ließen defensiv wenig zu. Die erste gute Chance hatte Dennis Robertson in Unterzahl bei einem 2-gegen-1-Konter in der 9. Minute. Im selben Powerplay brachte Matt Bradley die Gäste in Führung (11.). Keine zwei Minuten später erhöhte Brad McClure per Rückhand gegen Salzburgs Torhüter David Kickert auf 2:0 (13.).
Die Red Bulls gingen verstärkt in die Zweikämpfe und holten sich phasenweise das Momentum zurück, blieben vor dem Tor aber nicht zwingend genug.
Chancen auf beiden Seiten im Mitteldrittel
Nach der Pause erhöhten die Hausherren den Druck. Adam Brooks testete Bozens Goalie Louis Domingue mit einem harten Schuss aus der Halbdistanz (22.). Die Gäste antworteten gefährlich, Luca Frigo fuhr durch die Verteidigung und wurde nur von Kickert gestoppt (23.).
Das Spiel wogte hin und her. Salzburg machte mehr fürs Spiel, scheiterte aber oft am letzten Pass oder beim Abschluss. Olivier Galipeau (33.) und erneut Brooks (35.) hatten Chancen. Im ersten Powerplay der Red Bulls kurz vor der zweiten Pause zeigte sich Domingue erneut ohne Blöße. Es blieb beim 0:2 nach 40 Minuten.
Schneider verkürzt, Bozen schlägt spät zu
Im Schlussdrittel spielten die Salzburger überwiegend in der Offensivzone, wo die Gäste-Abwehr eng stand, Rebounds verhinderte und auf Konter lauerte. Galipeau (45.) und Jayden Lee (50.) versuchten es, viele Schüsse blieben bereits in der Verteidigung hängen.
Im nächsten Powerplay hämmerte Peter Schneider die Scheibe aus dem linken Bullykreis zum 1:2 in die Maschen (52.). Die Red Bulls intensivierten ihre Angriffsbemühungen, doch Domingue war nicht mehr zu bezwingen.
Daniel Mantenuto machte in der 59. Minute alle Ausgleichshoffnungen zunichte. Als Salzburg den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, traf Dustin Gazley ins verwaiste Tor zum 1:4-Endstand.
Böhm fordert Veränderung
Mathias Böhm zeigte sich nach der Partie frustriert: „Am Schluss bekommen wir wieder ein Tor, das ich mir nicht erklären kann. Das Glück ist derweil wirklich nicht auf unserer Seite. Wir müssen da einen Weg rausfinden.“
Er ergänzte: „Aber das Glück müssen wir uns auch erarbeiten. Es wird langsam langweilig, wenn man nur nach Ausreden sucht. Ich glaube, wir machen viele Dinge richtig, jeder zerreißt sich für den anderen. Aber es muss jetzt etwas passieren.“
Für Bozen war es der Sieg im ersten Rückspiel der noch jungen Saison in Salzburg.
Quelle: https://ecrbs.redbulls.com/de/news/260930-Spielbericht-RBS-HCB
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