Rehbrunft erhöht Unfallgefahr auf Niederösterreichs Straßen

Mathias FischerMathias Fischer
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Mit dem Start der Paarungszeit Ende Juli steigt das Risiko für Wildunfälle deutlich. Rehe queren dabei auch tagsüber unberechenbar die Fahrbahn, warnt der Landesjagdverband, so der ORF.

Während der Brunftzeit jagen Rehböcke die flüchtenden Weibchen über große Distanzen. Die Tiere konzentrieren sich dabei so stark aufeinander, dass sie ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen. Das führt dazu, dass Rehe plötzlich und in hohem Tempo auf die Straße laufen – auch bei Tageslicht.

Der Landesjagdverband appelliert deshalb an Autofahrerinnen und Autofahrer, besonders vorsichtig zu sein. „Deshalb sollten Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit anpassen und besonders auf Straßenränder achten“, sagt Landesjägermeister Christoph Metzker. Die Tiere seien wegen ihrer spontanen Richtungswechsel kaum vorhersehbar. In der Nacht auf Sonntag ereignete sich in Baumgarten an der March im Bezirk Gänserndorf ein Zusammenstoß mit einem Reh.

Jährlich 30.000 tote Wildtiere

Auf Niederösterreichs Straßen sterben pro Jahr mindestens 30.000 Wildtiere im Verkehr. Etwa die Hälfte davon – rund 15.000 – sind Rehe. Der Jagdverband setzt auf Prävention, um die Unfallzahlen zu senken. Jägerinnen und Jäger bringen an besonders gefährlichen Streckenabschnitten optische und optisch-akustische Warnsysteme an.

In Zusammenarbeit mit den Straßenmeistereien wurden bisher in 516 Jagdrevieren insgesamt 140.000 optische und 7.000 optisch-akustische Wildwarngeräte entlang von 1.963 Kilometern Landesstraßen montiert – eine Distanz, die der Strecke von Wien nach Barcelona entspricht. Die Geräte sollen Wildtiere vor heranfahrenden Autos warnen und sie idealerweise von der Fahrbahn fernhalten. Dadurch sei die Zahl der nächtlichen Rehwildunfälle um bis zu 70 Prozent gesunken.

Bremsen statt ausweichen

Droht ein Zusammenprall mit einem Wildtier, sollten Fahrerinnen und Fahrer stark bremsen und das Lenkrad fest umklammern. Ausweichmanöver bergen ein hohes Risiko für Insassen und andere Verkehrsteilnehmer. Kommt es zu einem Wildunfall, muss dieser der Polizei gemeldet werden – auch wenn das Tier flüchtet. Die Polizei dokumentiert den Vorfall und verständigt die Jägerschaft, die das Tier birgt. Das Tier darf auf keinen Fall mitgenommen werden.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3364268/

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