Rekord-August: Heißester Monat seit 260 Jahren

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Der August 2026 geht als wärmster August in die österreichische Messgeschichte ein. Subtropische Luftmassen und Hochdruckeinfluss sorgten für extreme Hitze – mit einem neuen Temperaturrekord von 41,2 Grad in Niederösterreich.

Der vergangene Monat war der heißeste August in der 260-jährigen Messgeschichte Österreichs. Wie Alexander Orlik von der Geosphere Austria am Donnerstag erklärte, dominierten Wetterlagen, die subtropische Luftmassen nach Mitteleuropa brachten. Zusammen mit überwiegendem Hochdruckeinfluss führte dies zu niederschlagsarmem und sonnigem Wetter, das besonders in der ersten Monatshälfte für außergewöhnlich bis extrem hohe Temperaturen sorgte.

Den Höhepunkt bildeten der 3., 4. und 5. August – an allen drei Tagen wurden jeweils 40 Grad erreicht. Am 5. August registrierte die Messstation in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) mit 41,2 Grad die höchste jemals in Österreich gemessene Temperatur. Die Messstelle Wien-Stammersdorf verzeichnete am 4. und 5. August jeweils 41,0 Grad.

Die durchschnittliche Lufttemperatur lag im August 2026 um 3,1 Grad über dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 beziehungsweise 4,9 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990. Auf den Bergen betrugen die Temperaturabweichungen 3,3 beziehungsweise 5,1 Grad.

Bis zu 24 Hitzetage

Auch bei den Hitzetagen wurden Spitzenwerte für einen August-Monat verzeichnet: Unterhalb von 500 Meter Seehöhe gab es im Flächenmittel 17 Hitzetage – ein Plus von 200 Prozent zum Klimamittel. Zwischen 500 und 1.000 Meter liegt die Zunahme mit elf Hitzetagen sogar bei 330 Prozent.

Mehrere Messstationen registrierten neue Rekorde. Dazu gehören Bregenz (16 Hitzetage statt zwölf im Jahr 1992), Feldkirch (16 statt 14, 1992) oder Wien-Mariabrunn (21 statt 20, 2003). In Bad Radkersburg wurden sogar 24 Hitzetage gezählt.

Ost-West-Gefälle bei Niederschlag

Während im Westen Österreichs im August teilweise mehr Niederschlag fiel als im Vergleich mit dem langjährigen Mittel 1991 bis 2020, blieb es im Süden und vor allem im Osten des Landes erneut viel zu trocken. „Die Dürre, die hier seit Jahresbeginn herrscht, hat sich somit weiter verschärft“, erklärte Orlik. „Es ist mittlerweile der dritte August in Folge, der deutlich zu trocken ausfiel.“

Vom Arlberg bis zum Pinzgau sowie in Osttirol und Oberkärnten waren die Regenmengen mit Abweichungen zum Klimamittel von minus 15 bis plus 15 Prozent relativ ausgeglichen. In weiten Teilen Niederösterreichs, in Wien, im Burgenland sowie in den nordwestlichen Teilen der Steiermark (Hochschwab, Koralpe) summierte sich hingegen ein Niederschlagsdefizit von 50 bis 70 Prozent.

Der trockenste Ort Österreichs im August 2026 war Langenlebarn im Tullnerfeld (NÖ) mit 19 Millimetern Niederschlag, was einem Defizit von 75 Prozent entspricht.

Quelle: APA

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