Rhomberg Gruppe steigert Umsatz auf 1,42 Milliarden Euro

Mathias FischerMathias Fischer
Eisenbahntechnik wächst, Bauwirtschaft sinkt: Gesamtleistung 1,42 Mrd. Euro
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Vorarlberger Familienunternehmen Rhomberg hat im Geschäftsjahr 2025/26 die Gesamtleistung leicht erhöht. Während die Bahntechnik kräftig zulegte, musste der Baubereich Einbußen hinnehmen.

Die Rhomberg Gruppe aus Bregenz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein Plus verzeichnet. Die Gesamtleistung kletterte von 1,4 Milliarden Euro auf 1,42 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab. Die Entwicklung in den beiden Hauptsparten verlief dabei gegenläufig.

Der Bereich Bahntechnik legte um zehn Prozent zu und erreichte 898 Millionen Euro nach 816 Millionen Euro im Vorjahr. Das Baugeschäft hingegen schrumpfte um elf Prozent auf 521 Millionen Euro, nachdem im Jahr 2024/25 noch 584 Millionen Euro erwirtschaftet worden waren.

Baubranche unter Druck

Für den Bausektor rechnet Ernst Thurnher, Geschäftsführer der Gruppe, weiterhin mit einem herausfordernden Umfeld. Hohe Baukosten, hohe Zinsen und eine unsichere Weltwirtschaft würden die Branche belasten, besonders den eigenfinanzierten Wohnbau.

Stabil zeige sich hingegen das Generalunternehmergeschäft im gemeinnützigen Wohnbau in Vorarlberg, wo die Nachfrage weiterhin hoch sei. Auch Goldbeck Rhomberg, der Anbieter für serielles und elementiertes Bauen innerhalb der Gruppe, habe sich trotz schwieriger Bedingungen konstant entwickelt.

Bahntechnik profitiert von Investitionswelle

Im Bahnbereich setzen Bahnbetreiber und die öffentliche Hand ihre hohen Investitionen fort. Die Herausforderung liege hier weniger bei der Auftragslage als bei der Gewinnung von Fachkräften, erklärte Hubert Rhomberg, ebenfalls Geschäftsführer der Gruppe.

Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, investiert das Unternehmen rund 60 Millionen Euro in die Standorte Wels (Österreich), Spremberg (Deutschland) und Landquart (Schweiz). Im Projektgeschäft gehe der Trend zu immer umfangreicheren und langfristig ausgelegten Ausschreibungen und Aufträgen, hieß es unter Verweis auf Beteiligungen an Projekten der Deutschen Bahn und die Zusammenarbeit mit der irischen Staatsbahn Irish Rail.

Knapp 4.100 Beschäftigte weltweit

Das 1886 gegründete Familienunternehmen mit Bilanzstichtag am 31. März macht traditionell keine Angaben zur Ertragssituation. Die Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben knapp 4.100 Mitarbeitende, im Vorjahr waren es noch 4.000. Das Unternehmen unterhält Standorte und Tochterunternehmen in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Australien, Kanada, den USA, Großbritannien, Irland und Dänemark.

Die Rhomberg Sersa Rail Group steht je zur Hälfte im Besitz von Rhomberg und des Schweizer Unternehmers Konrad Schnyder.

Quelle: APA

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