Rinder fliegen von Linz nach Turkmenistan

Über den Flughafen Linz werden Rinder per Frachtflugzeug nach Asien transportiert. Die Tiere stammen aus Ungarn und sollen in Turkmenistan geschlachtet werden, so Insider.
Laut Insiderinformationen werden Rinder zunächst per Lastwagen nach Linz gebracht und von dort mit Maschinen einer mexikanischen Frachtfluggesellschaft nach Asien geflogen. Als Ziel gilt Turkmenistan, wo die Tiere offenbar zur Schlachtung vorgesehen sind.
Wie häufig solche Flüge stattfinden und wie viele Tiere insgesamt über den oberösterreichischen Flughafen transportiert werden, ist derzeit unklar.
Kaineder verlangt Stopp der Transporte
Stefan Kaineder (Grüne), Umwelt- und Klima-Landesrat, verlangt ein Ende der Transporte über den Linzer Flughafen. Er kritisiert die langen Transportwege scharf und fordert ein generelles Verbot von Lebendtier-Langstreckentransporten. „Für mich ist das untragbar. Rinder sind fühlende Lebewesen, keine Frachtstücke“, so der Landesrat.
Flughafen verweist auf Einhaltung aller Vorschriften
Der Flughafen Linz betont, dass es sich um Fleckvieh-Bullen aus Ungarn handle. Die Tiere seien mit ungarischen Ohrmarken versehen, außerdem lägen eine amtliche Gesundheitsbescheinigung sowie eine schriftliche Freigabe des ungarischen Grenztierarztes in Budapest vor.
Vor dem Abflug würden die Tiere versorgt. Bei der Verladung sei ein lokaler Veterinär anwesend, der die Eignung der Rinder für den Lufttransport überprüfe und bestätige. Zusätzliche Kontrollen führte der Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land am 6. Oktober durch, Beanstandungen gab es laut Angaben keine. Die Transporte erfolgten nach den „Live Animals Regulations“ des internationalen Airline-Verbandes IATA.
Oberösterreich jetzt Alleineigentümer
Der Flughafen Linz liegt seit Kurzem zur Gänze in der Hand des Landes Oberösterreich. Der Landtag segnete vergangene Woche die Übernahme des bisherigen 50-Prozent-Anteils der Stadt Linz ab. Als alleiniger Eigentümer stehe das Land in der Verantwortung, welche Geschäfte am Flughafen laufen, betont Kaineder.
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