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Rohrbrüche verursachten Wasserknappheit in Zwettl

Mona HopfingerMona Hopfinger
Wasserrohrbruch mit 30.000-40.000 Liter Verlust pro Tag in Österreich
© Mit KI (Gemini) generiert

In Zwettl an der Rodl waren zwei Rohrbrüche für den massiven Wasserverlust verantwortlich. Täglich versickerten bis zu 40.000 Liter unbemerkt im Boden. Die Lecks sind mittlerweile provisorisch repariert, die Wasserversorgung läuft wieder normal, so der ORF.

In Zwettl an der Rodl im Bezirk Urfahr-Umgebung hat sich die Ursache für die Wasserknappheit im September geklärt: Zwei Rohrbrüche sorgten dafür, dass täglich 30.000 bis 40.000 Liter Trinkwasser unbemerkt im Erdreich versickerten. Das bestätigte Berthold Hamberger, Wasserwart der örtlichen Wassergenossenschaft.

Ende September musste die Gemeinde zu drastischen Maßnahmen greifen. Die Wasserversorgung wurde nachts für drei Stunden komplett unterbrochen, damit sich die Hochbehälter wieder füllen konnten. Neben der Trockenheit waren die Rohrbrüche für die angespannte Lage verantwortlich.

Versorgung wieder im Normalbetrieb

Die undichten Stellen wurden inzwischen zumindest provisorisch repariert. Die nächtlichen Abschaltungen wurden vor drei Tagen beendet, wie Hamberger erklärt. „Der Wasserzulauf ist ausreichend, die Behälter sind voll. Für die Bevölkerung ist die Wasserversorgung wieder im Normalbetrieb“, so der Wasserwart.

Auch Bürgermeister Roland Maureder (ÖVP) zeigt sich erleichtert. Die nächtlichen Abschaltungen seien gerechtfertigt gewesen, betont er. Von den Schäden an den Leitungen habe man zu diesem Zeitpunkt noch nichts gewusst. Aktuell gebe es wieder einen leichten Wasserüberschuss, dennoch sei weiterhin Sparsamkeit geboten. Die Quellschüttung liege deutlich unter dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau.

Kritik an Informationspolitik

Die Wasserknappheit hat in der Gemeinde auch zu politischen Spannungen geführt. Die SPÖ kritisiert, dass der Bürgermeister die Bevölkerung über die Wasserabschaltungen nur über soziale Medien informiert habe, nicht aber über eine amtliche Mitteilung.

Herbert Enzenhofer von der SPÖ Zwettl an der Rodl bemängelt, dass viele Menschen laufend informiert werden wollten. „Und zwar nicht nur jene, die soziale Medien nutzen oder einem WhatsApp-Kanal folgen, sondern auch ältere Menschen“, erklärt Enzenhofer. Gerade ältere Personen, hätten nicht gewusst, was los sei, wenn plötzlich kein Wasser kam.

Hohe Wasserverluste durch kleine Lecks

Laut dem OÖ Wassergenossenschaftsverband gehen im Schnitt fünf bis zehn Prozent des Trinkwassers durch Lecks verloren. Bereits ein kleines Leck, durch das pro Sekunde ein Liter austritt, verursacht jährlich einen Verlust von mehr als 31 Millionen Litern. Das entspricht etwa 1.000 gefüllten Swimmingpools. Der Verband empfiehlt daher Dichtheitsprüfungen alle drei bis fünf Jahre.

In Zwettl an der Rodl fließt nun wieder rund um die Uhr Wasser. Der Umgang mit der Wasserknappheit bleibt jedoch Thema politischer Diskussionen.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3374980/

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