Rotes Kreuz: Neue Zentrale für 72 Stunden autonom

Das Rote Kreuz Steiermark hat seine neue Landeszentrale in Betrieb genommen. Das fünfstöckige Gebäude bündelt alle Bereiche der Organisation und kann im Krisenfall drei Tage lang unabhängig arbeiten, so das Rote Kreuz.
Die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes haben das neue Quartier bereits vor rund neun Monaten in Betrieb genommen. Inzwischen sind alle Abläufe im fünfstöckigen Gebäude zur Routine geworden. Für die Bevölkerung hat sich qualitativ nichts verändert, die Arbeit der Leitstelle läuft weitgehend unbemerkt ab.
Alle Bereiche an einem Standort
Die neue Zentrale vereint sämtliche Bereiche des Roten Kreuz Steiermark sowie die gesamte Technik unter einem Dach. Zahlreiche neue Sicherheitssysteme sichern den Standort und die erbrachten Leistungen hinter den Kulissen besser ab.
136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten nun an einem einzigen Standort, statt wie bisher an zehn verschiedenen Orten, erklärt Landesrettungskommandant Peter Hansak. Der ehemalige Standort der Rettungsleitstelle dient als redundanter Standort: „Ein Arbeitsplatz nach modernsten Maßstäben und gleichzeitig ist der ehemalige Standort der Rettungsleitstelle ein redundanter Standort. Das heißt, im Ausfall haben wir immer eine Leitstelle in Betrieb“, so Hansak.
Lagezentrum für steiermarkweite Koordination
Mit der neuen Leitstelle und dem neu geschaffenen Lagezentrum kann das Rote Kreuz in Krisensituationen deutlich effizienter auf Ereignisse reagieren. Von dort aus werden Einsätze in der gesamten Steiermark koordiniert – etwa bei Situationen wie der Covid-Pandemie, der Flüchtlingskrise oder einer Amoklage.
Ein isoliertes, absturzsicheres internes Kommunikationssystem sorgt für Ausfallsicherheit. Die neue Zentrale kann im Krisenfall drei Tage lang autonom arbeiten, betont Hansak: „Das ist also eine wesentliche Veränderung für die Bevölkerung. Diese 72 Stunden-Autonomie, die wir hier aufgebaut haben, und die Erreichbarkeit.“
Im Notfall kann das Rote Kreuz auch auf das nahe gelegene Spar-Zentrallager zugreifen, um einsatzfähig zu bleiben oder eine Notversorgung herzustellen. Im November wird von der neuen Zentrale aus eine 24-Stunden-Übung koordiniert – die größte, die jemals durchgeführt wurde.
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