Rotes Kreuz probt Blackout in der Steiermark

Mona HopfingerMona Hopfinger
Rotes Kreuz-Mitarbeiter im Krisenstab in Österreich arbeiten an Computern vor einer Karte von Österreich.
© Rotes Kreuz Steiermark/Rene Pospischil

Das Rote Kreuz Steiermark simuliert am 6. und 7. November erstmals einen großflächigen Stromausfall im gesamten Bundesland. Alle Bezirke trainieren gemeinsam mit Landeswarnzentrale, Behörden und Spitälern die Aufrechterhaltung der Rettungsdienste.

Zwei Tage lang übt das Rote Kreuz Steiermark unter realitätsnahen Bedingungen, wie Rettungsdienst, medizinische Versorgung und Logistik bei einem länger andauernden Stromausfall funktionieren können. Die größte Blackout-Übung in der Geschichte der Organisation findet am 6. und 7. November statt.

Neben dem Landesrettungskommando und sämtlichen Bezirksrettungskommanden nehmen die Landeswarnzentrale, die Stadt Graz, mehrere Bezirksverwaltungsbehörden sowie die Krankenhäuser der Elisabethinen und der Barmherzigen Brüder in Graz und das Krankenhaus Vorau an der Übung teil.

Versorgung und Koordination im Fokus

Zentrale Fragen der Übung: Wie werden Einsätze koordiniert, wenn Kommunikationswege wegbrechen? Wie bleiben Führungsstäbe erreichbar? Die Organisation trainiert den koordinierten Einsatz ihrer Mitarbeiter, die Treibstoffversorgung der Dienststellen und Fahrzeuge sowie Lagerung, Transport und Verteilung wichtiger Güter. Als Partner ist das SPAR-Zentrallager im Süden von Graz eingebunden.

„Wir können nicht verhindern, dass Krisen eintreten. Aber wir können uns darauf vorbereiten“, erklärt der amtsführende Präsident Michael Gruber.

Medizinische Hilfe auch ohne Strom

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen während eines Blackouts rasch medizinische Hilfe erhalten. Geübt werden die Aufrechterhaltung des Rettungs- und Notarztdienstes, zeitkritische Transporte und die Betreuung von Dauerpatienten.

Das Landesrettungskommando trainiert Alarmierungs-, Führungs- und Kommunikationsprozesse. Ausgangspunkt ist eine angenommene Meldung der Landeswarnzentrale über drohende Probleme im Stromnetz. Mehrere unabhängige Systeme – abgesichertes Intranet, BOS-Funk, Katastrophenfunk und Satellitentelefonie – sichern die Kommunikation.

„Hinter jeder Hilfeleistung steht ein System, das funktionieren muss“, betont Landesgeschäftsführer Helmut Schellnegger. Einsatzkräfte bräuchten Versorgung, Fahrzeuge Treibstoff und Standorte Energie.

Eigenvorsorge entlastet Rettungsdienste

Alle Rotkreuz-Standorte verfügen über Notstromversorgung und können ihre Kernfunktionen auch im Blackout-Fall aufrechterhalten. Sie dienen der Bevölkerung als wohnortnahe Anlaufstellen.

Das Rote Kreuz appelliert zugleich an die Eigenvorsorge: Ausreichend Medikamente, Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, vereinbarte Notfallkontakte und Nachbarschaftshilfe tragen dazu bei, Krankenhäuser und Rettungsdienst zu entlasten.

Quelle: https://www.roteskreuz.at/steiermark/news/presse-und-medienservice/blackout-uebung-rotes-kreuz

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