Rotkreuz-Leitstelle koordiniert über 500.000 Einsätze

Die neue Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes in Graz-Puntigam ist seit September 2025 in Betrieb. Sie bearbeitet jährlich mehr als 1,3 Millionen Anrufe und koordiniert rund 549.000 Einsätze im Rettungs- und Krankentransportdienst.
Mehr als 170 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes sorgen in der neuen Rettungsleitstelle in Graz-Puntigam dafür, dass Notrufe entgegengenommen und Einsätze koordiniert werden. Die Leitstelle ist seit September 2025 in der neuen Rotkreuz-Landeszentrale in Betrieb und gilt als zentraler Knotenpunkt der steirischen Gesundheitsversorgung.
Im vergangenen Jahr gingen dort 1.347.129 Anrufe ein – das entspricht einem Anruf alle 23 Sekunden. Darunter waren rund 240.000 Notrufe über die Nummer 144 sowie knapp 100.000 Anrufe beim Gesundheitstelefon 1450. Insgesamt wurden 549.206 Einsätze im Rettungs- und Krankentransportdienst in allen steirischen Regionen koordiniert.
Hinter den Zahlen stehen Menschen
„Beeindruckende Zahlen, die nicht vergessen lassen dürfen, dass hinter jeder von ihnen Menschen stehen“, sagt Landesgeschäftsführer Helmut Schellnegger. Die Rettungsleitstelle stelle sicher, dass die richtige Hilfe rasch dorthin gelange, wo sie gebraucht werde. Sie sei damit ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung und der Sicherheit der steirischen Bevölkerung.
Zu den koordinierten Einsätzen zählen auch 4.800 Notarzthubschraubereinsätze, 68.000 Rufhilfe-Alarme und 11.200 Dispositionen von Visitenärztinnen und -ärzten.
Modernste Infrastruktur für Krisenlagen
Mit der Übersiedlung in die neue Landeszentrale wurde die Rettungsleitstelle baulich umfassend modernisiert. Sie verfügt über ein eigenes sicherheitstechnisch besonders geschütztes Stockwerk und bietet optimale Rahmenbedingungen für die Koordination des Rettungsdienstes.
Unmittelbar angeschlossen ist das neue Lagezentrum des Landesrettungskommandos. Es ermöglicht die professionelle Führung und Koordination von Großschadens-, Katastrophen- und Sonderlagen und stärkt damit die Krisen- und Katastrophenvorsorge nachhaltig.
„Mit der neuen Rettungsleitstelle haben wir eine Infrastruktur geschaffen, die modernste Technik mit höchster Betriebssicherheit verbindet“, erklärt Schellnegger. Sie stelle sicher, dass man auch künftig den Anforderungen einer wachsenden und immer komplexeren Gesundheits- und Notfallversorgung gerecht werden könne.
Ausfallsicherheit durch redundante Systeme
Die Ausfallsicherheit wurde konsequent mitgedacht. Redundante Systeme, abgesicherte Betriebsabläufe und die weiterhin betriebsbereite Leitstelle in Graz-Straßgang gewährleisten, dass die Einsatzkoordination selbst in außergewöhnlichen Situationen aufrechterhalten werden kann.
Mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind parallel im Einsatz, um alle Anrufe entgegennehmen zu können. Das Team arbeitet an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.
Beim Gesundheitstelefon 1450 stehen 19 diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie 22 Calltakerinnen und Calltaker für gesundheitliche Fragen zur Verfügung.
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