Rudolfshütte verkauft: Grüne fordern Aufklärung

Die Rudolfshütte in Uttendorf wurde an die Tebulosmta GmbH verkauft. Die Salzburger Grünen kritisieren den intransparenten Verkauf und verlangen Antworten von Land und Gemeinde.
Martina Berthold, Klubobfrau der Grünen in Salzburg, übt scharfe Kritik am Verkauf der Rudolfshütte.
Im Jahr 2024 hatte der bisherige Eigentümer Holleis öffentlich mit der Schließung der touristischen Einrichtungen gedroht. Daraufhin lenkten die Gemeinde Uttendorf und das Land Salzburg ein. Ein Jahr später genehmigte die Landesregierung die lange umstrittene Erweiterung des Hotels von 352 auf 576 Betten. Kurz nach dieser Genehmigung erfolgte der Verkauf.
Verbindungen in den russischsprachigen Raum
Laut Medienberichten pflegt die neue Eigentümergesellschaft enge Kontakte in den russischsprachigen Raum. „Zuerst lässt sich die schwarz-blaue Landesregierung mit der drohenden Schließung unter Druck setzen und genehmigt eine höchst umstrittene Hotelerweiterung. Und kaum ist diese durch, wird die Rudolfshütte an eine nebulöse Gesellschaft verkauft“, kritisiert Berthold.
Wer hinter der Gesellschaft steht und welche wirtschaftlichen Ziele verfolgt werden, bleibt unklar. Auch der frühere Eigentümer äußert sich nicht zum Verkauf. Der Bürgermeister von Uttendorf hält sich ebenfalls bedeckt.
Fragen zu Förderungen und Weiterbetrieb
Berthold stellt die Frage, ob der Verkäufer aus der Genehmigung für die Hotelerweiterung und aus öffentlichen Förderungen Profit geschlagen habe. Die Menschen in Uttendorf und der gesamten Region hätten ein Recht auf Antworten, so die Klubobfrau.
Während die Hotelerweiterung bereits genehmigt ist, bleiben wesentliche Fragen zum künftigen Betrieb und zur Seilbahn offen. Es könne nicht sein, dass mit Schließungsdrohungen politischer Druck aufgebaut werde und am Ende niemand wisse, wer die touristischen Einrichtungen künftig betreibe.
Anfragen angekündigt
Die Salzburger Grünen kündigen Anfragen an: Sie wollen wissen, welche Informationen über die neuen Eigentümer vorliegen, welche Zusagen es für den Weiterbetrieb gibt und ob öffentliche Mittel betroffen sind. „Unser regionaler Tourismus ist zu wichtig, als sie nebulösen Geschäftsleuten zu überlassen“, betont Berthold.
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