Rufbus verbindet fünf Gemeinden im Zollfeld

Pia ProdingerPia Prodinger
Rufbus Zollfeld und Umgebung: Gruppe steht vor weißem Kleinbus in Maria Saal
© Madlin Peko, Kärntner Linien

Seit 1. September ist im Zollfeld und Umgebung ein bedarfsorientierter Rufbus im Einsatz. Das Angebot „Ruf:Zu“ erschließt über 500 Haltepunkte in fünf Kärntner Gemeinden und ergänzt den bestehenden öffentlichen Verkehr.

Im Zollfeld und den angrenzenden Gemeinden ist seit 1. September ein neues Mobilitätsangebot verfügbar. Der Rufbus „Ruf:Zu“ verbindet an 365 Tagen im Jahr mehr als 500 Haltepunkte in den Gemeinden St. Veit an der Glan, Frauenstein, Liebenfels, Maria Saal und St. Georgen am Längsee.

Das bedarfsorientierte System bringt Fahrgäste zu den nächstgelegenen Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs oder innerhalb der Region von Haltestelle zu Haltestelle. Die Buchung erfolgt per Telefon, App oder online.

Betrieb und Tarife

Der Rufbus fährt montags bis samstags von 06.00 bis 22.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 06.00 bis 20.00 Uhr. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Kärnten plus einem Komfortzuschlag von zwei Euro. Besitzer einer gültigen Zeitkarte des Verkehrsverbundes Kärnten, eines KlimaTickets Österreich oder einer Gästekarte Kärnten zahlen nur den Komfortzuschlag.

Vier Fahrzeuge sind in der Region unterwegs, eines davon ist barrierefrei ausgestattet. Die Verkehrsleistung erbringt Hofstätter Reisen aus Althofen als Subunternehmer der Kärnten Bus GmbH.

Förderung durch das Land

Das Projekt läuft von 1. September 2026 bis 31. August 2029. Auftraggeber sind die fünf beteiligten Gemeinden. Das Land Kärnten fördert das Vorhaben im Rahmen der Mikro-ÖV-Strategie mit 470.000 Euro pro Jahr. Der Verkehrsverbund Kärnten ist Partner des Projekts.

„Der Ausbau des Mikro-ÖV in Kärnten nimmt weiter Fahrt auf“, sagte Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig (Mag.). Das Verkehrsangebot passe sich an die Bedürfnisse der Menschen an und nicht umgekehrt. Von dem Angebot profitierten nicht nur die Bevölkerung, sondern auch Gäste vor Ort.

Die Bürgermeister der fünf Gemeinden – Martin Kulmer (St. Veit an der Glan), Klaus Köchl (Liebenfels), Harald Jannach (Frauenstein), Franz Pfaller (Maria Saal) und Wolfgang Grilz (St. Georgen am Längsee) – betonten in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass Mobilität dort ermöglicht werden solle, wo sie gebraucht werde. Gerade im ländlichen Raum schaffe das neue Angebot die Möglichkeit, auch ohne eigenes Auto gut von A nach B zu kommen.

Mirko Gavric von Kärnten Bus bezeichnete Ruf:Zu als ideale Ergänzung zum bestehenden Linienverkehr. Damit würden auch jene Ortsteile erreicht, die mit klassischen Buslinien nur schwer erschlossen werden könnten.

Quelle: https://www.kaerntner-linien.at/news/rufzu-neuer-mikro-oev-fuer-zollfeld-und-umgebung

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