Ryanair streicht 12 Strecken in Wien – 80 Jobs betroffen

Die Fluggesellschaft Ryanair zieht zum Winterflugplan 2026 weitere Flugzeuge aus Wien ab und streicht zwölf Strecken. Dadurch fallen 80 Arbeitsplätze weg. Die FPÖ Niederösterreich macht die Bundesregierung für den Abbau verantwortlich.
Die Billigfluglinie Ryanair reduziert ihr Angebot am Flughafen Wien erneut. Zum Winterflugplan 2026 werden weitere Maschinen abgezogen und zwölf Strecken gestrichen. In der Folge gehen 80 Arbeitsplätze verloren. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen fünf Flugzeuge nach Bratislava verlegt.
Michael O'Leary, Chef von Ryanair, nennt als Hauptgründe für den Rückzug die Ticketsteuer sowie gestiegene Flugsicherungsgebühren. In einer Aussendung wirft er ÖVP-Kanzler Stocker „Untätigkeit“ vor.
FPÖ fordert Abschaffung der Ticketsteuer
Hubert Keyl, Verkehrssprecher der FPÖ Niederösterreich, kritisiert die Regierung scharf. „Erst vernichtet diese Regierung Jobs bei Ardo und in den Lagerhäusern, jetzt kommt der nächste Schlag gegen den Arbeitsmarkt in NÖ“, so der Landtagsabgeordnete. Er bezeichnet ÖVP-Kanzler Stocker als „regelrechtes Jobmonster“, das sich systematisch durch den heimischen Arbeitsmarkt fresse und die Infrastruktur gefährde.
Keyl wertet es als Armutszeugnis für den Wirtschaftsstandort Österreich, wenn internationale Konzerne der Regierung vorwerfen, tatenlos zuzusehen, wie Arbeitsplätze und Wachstum ins Ausland abwandern. „Statt endlich die Steuerlast zu senken, verwaltet ÖVP-Stocker den Niedergang“, so der FPÖ-Politiker.
Er fordert die Abschaffung der Ticketsteuer und eine Senkung der Standortkosten, bevor weitere Jobs und Investitionen verloren gehen. „Jeder einzelne Arbeitsplatz, der jetzt verloren geht, ist einer zu viel“, betont Keyl.
Quelle: OTS
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