Salzach führt zu wenig Wasser für Schifffahrt

Pia ProdingerPia Prodinger
Niedriger Wasserstand: Schiff und Busse in ausgetrockneter Flusslandschaft, Pegel zeigt 50% unter Normal
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Salzachschifffahrt muss wegen anhaltenden Niederwassers Fahrten einstellen. Seit dem Winter fehlt es an Schmelzwasser und Regen aus dem Gebirge, derzeit führt der Fluss rund 50 Prozent weniger Wasser als üblich, so der ORF.

Niederwasserphasen kennt man an der Salzach, doch nicht zu dieser Jahreszeit und schon gar nicht über einen so langen Zeitraum, erklärt Berer, Betreiber der Salzachschifffahrt. Der Wasserstand reagiere zwar schnell auf Starkregen, doch heuer mangelt es bereits seit dem Winter an ausreichend Schmelzwasser und Niederschlägen aus den Bergen.

Wasserführung um die Hälfte reduziert

Normalerweise würde die Salzach zu dieser Jahreszeit eine Mittelwasserführung von etwa 170 bis 180 Kubikmeter pro Sekunde aufweisen. „Zurzeit haben wir gut 50 Prozent weniger Wasserführung“, so Berer. Der Schifffahrtsbetreiber erhält minutenaktuelle Daten zu den Durchflussmengen von den Salzach-Kraftwerken, um tagesaktuell über mögliche Fahrten entscheiden zu können.

Amphibienfahrzeug und Bus als Ersatz

Einen Teil der Passagiere bucht das Unternehmen derzeit auf das Amphibienfahrzeug um, das ausschließlich im Rückstaubereich des Kraftwerks Salzburg-Lehen verkehrt. Dort ist die Wassertiefe ausreichend. Die Amadeus-Tour nach Hellbrunn wird momentan mit einem historischen Doppeldeckerbus durchgeführt.

Berer sucht bereits nach technischen Lösungen, um den Tiefgang der Amadeus zu verringern und wieder Schiffsausflüge anbieten zu können.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3364504/

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