Salzburg: 33 Gemeindevertreter übten Hochwasser-Ernstfall

Pia ProdingerPia Prodinger
Hochwasser-Simulation mit Regenszenario, Wellen und Stadtanlage.
© Mit KI (Gemini) generiert

In der steirischen Gemeinde Öblarn haben 33 Teilnehmer aus 13 Salzburger Gemeinden an einer Praxisschulung zu Naturgefahren teilgenommen. Höhepunkt war ein Planspiel mit einem österreichweit einzigartigen Hochwasser-Modell.

Bei der diesjährigen Schulung „GemKat“ haben Vertreter aus 13 Salzburger Gemeinden ihr Wissen zu Klimawandel-Anpassung und Katastrophenmanagement vertieft. Die eintägige Veranstaltung fand in Öblarn in der Steiermark statt und richtete sich an Bürgermeister, Vizebürgermeister, Amtsleiter, Bauhofleitungen sowie Mitglieder der Feuerwehr und des Gemeindeeinsatzstabes.

Die Schulung bereitete die 33 Teilnehmer praxisorientiert auf die Folgen klimatischer Veränderungen und Naturgefahrenereignisse vor. „GemKat“ steht für „Gemeinden und Katastrophenschutz“.

Planspiel mit österreichweit einzigartigem Modell

Den Höhepunkt bildete ein praxisorientiertes Planspiel zu einem Katastrophenereignis. Im „Öblarner Wassererlebnis“, einem österreichweit einzigartigen Modell zur Live-Veranschaulichung eines Hochwasserereignisses, mussten die Teilnehmer konkrete Maßnahmen entwerfen und diskutieren. Szenarien wie ein überflutetes Gemeindeamt oder ein voll besetzter Campingplatz, der geräumt werden muss, wurden durchgespielt.

Mehrere Extremszenarien wurden bewusst kombiniert, um bestmöglich für den Ernstfall zu lernen. „Die Teilnahme bietet praxisrelevante Informationen auf anschauliche Art und Weise, um mit der eigenen Gemeinde bestmöglich auf künftige Extremwetterereignisse vorbereitet zu sein und Schäden minimieren zu können“, betonte Wolfram Summerer, Leiter des Referats Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Abfallwirtschaft.

Svazek: Abläufe müssen funktionieren

Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek verwies auf die Herausforderungen durch Extremwetter: „Starkregen, Hitzeperioden oder Trockenheit können Gemeinden vor erhebliche Herausforderungen stellen. Mit ‚GemKat-Praxis' schaffen wir eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Katastrophenvorsorge und stärken die Vorbereitung auf konkrete Einsatzlagen. Entscheidend ist, dass Abläufe funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und das Zusammenspiel aller Beteiligten auch praktisch erprobt wird.“

Expertenvorträge und Vernetzung

Der Schulungstag wurde mit Expertenvorträgen zu Klimawandel, Klimawandelanpassung und Kommunikation im Krisenfall eröffnet, stets mit Fokus auf die Gemeinden. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern auch die Gelegenheit, sich über eigene Prozesse und bereits getroffene Vorbereitungsmaßnahmen auszutauschen und sich mit anderen Gemeinden sowie Experten zu vernetzen.

Für den Katastrophenschutz des Landes rundet der Praxistag die im Rahmen der Landes-Katastrophenschutzausbildung vermittelten theoretischen Inhalte ab. Ziel ist eine Steigerung der Resilienz gegenüber Katastrophen im gesamten Land Salzburg.

Schulung auch 2027 geplant

Die „GemKat“-Praxisschulung wurde vom Land Salzburg – Referat Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Abfallwirtschaft – in Kooperation mit dem Referat Äußere Sicherheit und Katastrophenschutz sowie dem Programm „Klima Wandel Anpassung“ beim Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) angeboten. Die Schulung wird auch 2027 wieder durchgeführt. Interessierte können sich unverbindlich per E-Mail voranmelden: salzburg2050@salzburg.gv.at.

Quelle: https://www.nussdorf.at/Salzburger_Gemeinden_bereiten_sich_auf_Naturgefahren_vor

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