Salzburg AG baut Fernwärme um 51 Millionen Euro aus
Die Salzburg AG errichtet eine 3,5 Kilometer lange Nord-West-Spange für die Fernwärmeversorgung. Das Projekt läuft von 2026 bis 2029 und nutzt Überwärme des Kaindl-Kraftwerks in Wals-Siezenheim.
Mit einem Spatenstich hat die Salzburg AG den Startschuss für die Nord-West-Spange der städtischen Fernwärmeversorgung gegeben. Die neue Leitung wird vom Standort der Firma Kaindl in Wals-Siezenheim, wo Holzwerkstoffplatten und Fußböden produziert werden, bis zum Messezentrum führen.
Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen bis 2029 abgeschlossen sein. Insgesamt investiert das Unternehmen 51 Millionen Euro in das Vorhaben. Das Projekt ist Teil der Strategie des Landes Salzburg, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.
Abwärme aus Kaindl-Kraftwerk wird eingespeist
Kernstück des Projekts ist die Einbindung des neuen Kaindl-Kraftwerks, das sich derzeit im Bau befindet. Durch die Einspeisung der dort anfallenden regenerativen Abwärme ins Fernwärmenetz kann der Anteil CO2-freier Wärme im Verbundnetz Salzburg-Hallein von derzeit rund 40 Prozent auf etwa 65 Prozent gesteigert werden.
Die jährliche CO2-Einsparung beläuft sich auf rund 55.000 Tonnen im Vergleich zur Wärmeerzeugung mit Erdgas. Diese Menge würde ausreichen, um etwa 10.000 Haushalte in Salzburg mit Wärme zu beliefern. Zudem wird durch die neue Spange der Stadtteil Liefering an das Fernwärmenetz angeschlossen.
Aigner: „Regionale Energiepotenziale erschließen“
Landesrat Maximilian Aigner betonte die Bedeutung des Projekts: „Die Energiewende braucht konkrete Projekte und leistungsfähige Infrastruktur. Die Nord-West-Spange zeigt, wie bestehende Ressourcen sinnvoll genutzt und regionale Energiepotenziale erschlossen werden können. Solche Investitionen sind wichtig für eine nachhaltige Entwicklung des Wirtschafts- und Lebensraums Salzburg“, so Aigner.
Vollständige Dekarbonisierung bis 2040 geplant
CEO Michael Baminger, Vorstandssprecher der Salzburg AG, erklärte: „Fernwärme ist ein Schlüssel für die Energietransformation – gerade in urbanen Räumen, wie im dicht besiedelten Salzburg. Die Salzburg AG verfolgt dabei das klare Ziel, die Wärmeversorgung bis 2040 vollständig zu dekarbonisieren. Das ist auch ganz klar in unserer Strategie und in unserer Ambition als Dekarbonisiererin verankert. Die Nord-West Spange zeigt hier gut, wie wir die Energietransformation in Kooperation mit starken Partnern vorantreiben“.
Die Nord-West-Spange soll pro Jahr einen Wärmeabsatz von 230 Gigawattstunden ermöglichen.
Ringschluss des Fernwärmenetzes bis 2029
Die neue Spange ist ein wesentlicher Baustein für den Ringschluss des gesamten Fernwärmenetzes im Verbundnetz Salzburg-Hallein. Seit 2022 arbeitet die Salzburg AG parallel an der Süd-West-Spange, die den Flughafen Salzburg und das Gebiet um Himmelreich mit Maxglan verbindet.
Ab 2029 soll dadurch ein durchgängiges Fernwärmenetz im gesamten Stadtgebiet entstehen. Ein Abschnitt der Süd-West-Spange soll noch heuer fertiggestellt werden, sodass der Flughafen bereits in diesem Jahr an das Wärmenetz angeschlossen werden kann.
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