Salzburg als Titelfavorit: Mehrheit der Trainer tippt auf „Bullen“

Eine Umfrage der APA unter den zwölf Bundesliga-Trainern zeigt: Die meisten sehen Red Bull Salzburg als heißesten Anwärter auf die Meisterschaft. Vier Coaches tippen direkt auf die Mozartstädter, drei weitere zählen sie zum engsten Favoritenkreis.
Red Bull Salzburg gilt bei der Mehrheit der Bundesliga-Trainer als Topfavorit auf den Meistertitel. Das ergab eine Befragung der APA unter allen zwölf Cheftrainern der Liga. Dietmar Kühbauer (LASK), Fabio Ingolitsch (Sturm Graz), Ognjen Zaric (Altach) und Markus Mader (Austria Lustenau) sehen die „Bullen“ vorne. Auch Stephan Helm (Austria), Thomas Silberberger (WAC) und Ferdinand Feldhofer (GAK) rechnen die Salzburger zu den aussichtsreichsten Titelanwärtern.
Markus Schopp (Hartberg) traut dem LASK eine erfolgreiche Verteidigung des Titels zu. Johannes Hoff Thorup (Rapid), Mario Despotovic (Ried) und Philipp Semlic (WSG Tirol) wollten sich auf keine eindeutige Prognose festlegen.
Der neue Salzburg-Trainer Danny Röhl warnte vor Rapid und gab sich zurückhaltend. „Es wird ein enges Rennen werden. Titelfavorit sollten wir schon sein. Aber wenn man drei Jahre in Folge nichts geholt hat, brauchen wir den Mund nicht allzu voll nehmen“, erklärte Röhl.
Salzburg als „Favorit schlechthin“
Kühbauer bezeichnete den ehemaligen Serienmeister, der seit 2023 keinen Titel mehr gewonnen hat, als „den Favoriten schlechthin“. Ingolitsch pflichtete ihm bei: „Es gibt keinen anderen Club in Österreich mit annähernd vergleichbaren Möglichkeiten. Erst wenn die wieder schwächeln, können andere - wie wir es in den letzten Jahren auch waren - da sein.“
Zaric glaubt, dass die Schwächephase der Salzburger vorbei ist. „Ich glaube, dass Salzburg auf Platz eins gehen wird, und vom Bauchgefühl her relativ klar“, sagte der Altach-Coach. Mader begründete seine Einschätzung mit der veränderten Kaderstrategie: „Salzburg wird wieder ein heißer Kandidat sein, weil sie die Kaderstruktur ändern und vermehrt auf Erfahrung und Leitwölfe setzen.“ Dennoch rechnet der Vorarlberger mit einem engen Titelkampf, in dem Rapid, Sturm Graz und der LASK eine große Rolle spielen werden.
LASK als Geheimfavorit
Schopp hält den amtierenden Doublesieger für den aussichtsreichsten Kandidaten. „Ich würde aktuell mit dem LASK gehen“, sagte der Steirer. Er sieht aber Sturm, Salzburg, Austria und Rapid als Herausforderer mit dem Anspruch, ganz oben zu stehen.
Helm nannte den LASK und Salzburg als seine persönlichen Favoriten. Silberberger und Feldhofer zählen Salzburg, den LASK, Sturm Graz und Rapid zu „den üblichen Verdächtigen“.
Hoff Thorup verwies auf die bis 3. September laufende Transferzeit und verzichtete auf eine Prognose. Despotovic argumentierte ähnlich. Semlic hielt fest, es sei schwer, einen Favoriten zu benennen. „Die Mannschaft wird vorne sein, die zur richtigen Zeit eine Konstanz entwickeln kann. Es wird sehr spannend sein, unabhängig davon, dass es heuer die Punkteteilung nicht mehr gibt. Ich glaube, das Leistungsniveau in der Bundesliga ist sehr eng beisammen“, so der WSG-Coach.
Quelle: APA
Worüber spricht Salzburg morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.