Salzburg: Baukosten im geförderten Wohnbau sinken

Pia ProdingerPia Prodinger
Mann mit Holzbrett vor Baustelle mit Bagger in Österreich
© Land Salzburg / Franz Neumayr

Im geförderten Mietwohnbau in Salzburg sind die durchschnittlichen Baukosten heuer erstmals seit 2015 gesunken. Die Kosten pro Quadratmeter reduzierten sich um rund 200 Euro auf 4.160,96 Euro.

Die durchschnittlichen Baukosten im geförderten Mietwohnbau in Salzburg sind 2026 erstmals seit 2015 zurückgegangen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Abteilung Planen, Bauen, Wohnen des Landes Salzburg. Die Entwicklung verläuft damit entgegen dem kontinuierlich steigenden Baupreisindex.

Sowohl im klassischen Mietwohnbau als auch beim betreuten Wohnen liegen die Kosten unter dem Vorjahresniveau. Die Auswertungen zeigen eine Reduktion um rund 200 Euro pro Quadratmeter. Während die Kosten 2025 noch bei 4.363,77 Euro pro Quadratmeter lagen, betragen sie derzeit nur noch 4.160,96 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Rückgang um rund fünf Prozent.

Wohnbaulandesrat Martin Zauner betont: „Niedrigere Baukosten bedeuten geringere Mietkosten im geförderten Wohnbau und niedrigere Kaufpreise beim Mietkauf. Eine Reduktion der Baukosten macht sich für die Menschen unmittelbar bemerkbar.“

Maßnahmen gegen steigende Kosten

Das Land Salzburg führt die Trendumkehr auf Maßnahmen wie das Wohnbauförderungsgesetz 2025 und die Novelle des Bautechnikgesetzes zurück. Zauner erklärt, die durchschnittlichen Baukosten im geförderten Wohnbau hätten sich seit 2015 nahezu verdoppelt. Ziel sei es gewesen, nicht steigende Baukosten einfach mit höheren Förderungen auszugleichen, sondern Bürokratie abzubauen und kostentreibende Vorgaben zu hinterfragen.

Die Bautechniknovelle brachte zahlreiche Vereinfachungen: Vereinfachte Verfahren, größere Flexibilität bei Grundrissen sowie Erleichterungen bei Stellplatz- und Tiefgaragenregelungen sollen Planungs- und Errichtungskosten reduzieren, ohne Abstriche bei Sicherheit oder Wohnqualität zu machen.

Effizienter Einsatz von Fördermitteln

Die Entwicklung sei das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Wohnbauressort, den Experten des Landes sowie den Förderwerbern, so Zauner. Jeder Steuer- und Beitragseuro solle möglichst effizient verwendet werden, damit mit den verfügbaren Mitteln mehr leistbarer Wohnraum geschaffen wird. Die Bestimmungen und Fördersätze in der Wohnbauförderung schaffen laut Zauner einen klaren Rahmen und bieten gleichzeitig ausreichend Flexibilität für unterschiedliche Projekte und regionale Anforderungen.

Der Landesrat betont: „Leistbares Wohnen entsteht nicht durch einen einzelnen Hebel, sondern durch ein Zusammenspiel vieler Maßnahmen. Genau diesen Weg verfolgen wir. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Reformen zu greifen beginnen.“

Quelle: https://www.bruck-grossglockner.at/Die_Baukosten_im_gefoerderten_Wohnbau_sinken

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