Salzburg bietet kostenlose Pflegeschulungen zu Hause an

Die Pflegeberatung des Landes Salzburg startet ab Oktober 2026 ein neues Angebot: Kostenlose Mikroschulungen für pflegende Angehörige direkt im eigenen Zuhause. Themen sind unter anderem Demenz, Hilfsmittel und Medikamente.
Die Pflegeberatung des Landes Salzburg erweitert ihr Angebot um ein neues Service: Ab Oktober 2026 können pflegende Angehörige und Betroffene kostenlose Mikroschulungen in Anspruch nehmen. Diese finden nach Terminvereinbarung direkt bei den Menschen zu Hause statt.
„Genau hier setzt das neue zusätzliche Angebot der Pflegeberatung des Landes an: Ab Oktober 2026 gibt es kostenlose, individuelle und alltagsnahe Mikroschulungen für pflegende Angehörige und Betroffene“, erklärt Claudia Bernhard-Kessler, Leiterin der Pflegeberatung Salzburg.
Praktische Hilfe statt Internet-Recherche
Das neue Angebot richtet sich an Menschen, die im Pflegealltag vor konkreten Fragen stehen. Während Informationen im Internet zwar leicht verfügbar sind, können sie eine persönliche Beratung nicht ersetzen. Jede Pflegesituation sei anders, und allgemeine Ratschläge müssten nicht zwingend zur individuellen Situation passen, so die Argumentation der Pflegeberatung.
Die Schulungen konzentrieren sich auf praktische Themen aus dem Pflegealltag. Dazu gehören der Umgang mit Demenz, das richtige Anwenden von Hilfsmitteln, Wissenswertes rund um Medikamente sowie praktische Unterstützung bei Betreuung und Pflege. Auch Selbstfürsorge für pflegende Angehörige ist Teil des Programms.
Individuelle Lösungen vor Ort
Der Vorteil der Mikroschulungen liegt in der praktischen Umsetzung: Die Inhalte werden nicht nur erklärt, sondern gemeinsam angeschaut, ausprobiert und auf die konkrete Situation im eigenen Zuhause übertragen. „Wie jeder Mensch anders ist, so ist auch jede Pflege- bzw. Betreuungssituation individuell“, betont Bernhard-Kessler.
Alter, Gesundheitszustand, Wohnsituation, familiäre Unterstützung und der konkrete Betreuungsbedarf spielen dabei eine Rolle. Auch rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden. Eine Künstliche Intelligenz könne zwar erklären, was unter Transfer oder Positionierung zu verstehen ist, aber nicht die individuelle Situation vor Ort beurteilen und gemeinsam mit Angehörigen die passende praktische Lösung erarbeiten, so die Pflegeexpertin.
Kostenlose Beratung für Betroffene und Angehörige
Die Pflegeberatung des Landes ist eine Anlaufstelle für Salzburgerinnen und Salzburger bei Fragen rund um Pflege und Betreuung. Die Beratung ist kostenlos und wohnortnah. Sie richtet sich sowohl an Betroffene als auch an Angehörige.
Die Expertinnen helfen den Menschen, sich im großen Angebot zu orientieren. Sie klären, welche Ansprüche und Hilfen es gibt, und planen mit den Betroffenen die nächsten sinnvollen Schritte. Das gilt auch für Fragen zu Pflegegeld, Unterstützungsangeboten, Betreuung zu Hause oder Entlastung. Hier hängt vieles von der persönlichen Situation ab, weil manche Leistungen an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind.
„Gerade Angehörige sind häufig mit einer völlig neuen Situation konfrontiert. Sie möchten helfen, wissen aber nicht, welche Möglichkeiten es gibt oder wo sie Unterstützung bekommen“, sagt Bernhard-Kessler. Eine frühzeitige Beratung könne Orientierung geben und dazu beitragen, Unsicherheiten im Pflegealltag abzubauen.
Quelle: https://www.rauris.net/Neues_aus_der_Pflegeberatung_Land_Salzburg_-_Pinzgau
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