Salzburg bietet zusätzliche Grippe-Impftermine an

Mona HopfingerMona Hopfinger
Impfungen in Österreich: Mann und Frau vor Bildschirm mit Impfempfehlungen des Landes Salzburg
© nussdorf.at

Das Land Salzburg erweitert sein Impfangebot gegen Influenza. In der Landessanitätsdirektion stehen im November zwei zusätzliche Impftage zur Verfügung. Kinder können sich mit einem nasalen Impfstoff schützen lassen.

Mit dem Herbst beginnt in Salzburg die Erkältungssaison. Influenza-, RSV-, Pneumokokken- und Coronaviren finden bei kühleren Temperaturen ideale Bedingungen zur Vermehrung. Das Land reagiert darauf mit einem erweiterten Impfangebot.

Die sinkenden Temperaturen führen dazu, dass sich das Leben verstärkt in Innenräume verlagert – dadurch nehmen Viruserkrankungen zu. In Salzburg können sich Bürgerinnen und Bürger kostenfrei gegen Influenza, RSV, Pneumokokken und Covid-19 impfen lassen. Gegen harmlosere Erkältungskrankheiten wie Rhinoviren helfen hingegen nur Verhaltensregeln wie regelmäßiges Händewaschen.

Zusätzliche Impftage im November

Die Influenza-Impfung steht allen Altersgruppen kostenfrei zur Verfügung – mit Voranmeldung in öffentlichen Impfstellen des Landes und des Magistrats sowie bei niedergelassenen Ärzten. Am 11. und 18. November bietet die Landessanitätsdirektion in der Altstadt zwei zusätzliche Impftage an, wie Landessanitätsdirektorin Petra Gruber-Juhasz mitteilt.

Eine Kombination mit Impfungen gegen Pneumokokken und Covid-19 sei möglich. Zahlreiche Personen hätten sich bereits angemeldet, es gebe aber noch freie Termine, so die Landessanitätsdirektorin.

November als idealer Impfzeitpunkt

Das Team der Landessanitätsdirektion berät Patientinnen und Patienten im Vorfeld fachkundig. „Wichtig ist auch der richtige Zeitpunkt der Impfung. Für Influenza ist der ideale Zeitpunkt etwa im November, da der Schutzaufbau zirka zwei Wochen später abgeschlossen ist“, erklärt Gruber-Juhasz.

Bei Corona-Viren solle man sich eher früher impfen lassen, da die Aktivität der Viren bereits ab dem Spätsommer ansteige. Die Impfungen schützten vor allem vor schweren Krankheitsverläufen. Eine Influenza-Erkrankung sei eine ernsthafte Krankheit, an der man auch versterben könne, warnt die Landessanitätsdirektorin.

Nasentropfen für Kinder verfügbar

Kinder erkranken doppelt so häufig an Influenza wie Erwachsene. Zwischen 20 und 30 Prozent der Kinder erkranken in einer Grippesaison, bei Erwachsenen beträgt dieser Wert die Hälfte. In Schulen und Betreuungseinrichtungen stecken sich Kinder leichter an und tragen das Virus nach Hause, erklärt Holger Förster, Impfreferent der Ärztekammer Salzburg und Kinderarzt.

Kinder seien auch länger ansteckend – in der Regel zehn Tage. Kinder zwischen zwei und 18 Jahren bekommen die Impfung mit Nasentropfen. „Das tut nicht weh und wirkt über die Nasenschleimhäute viel besser“, sagt Förster. Für Erwachsene gibt es diese schmerzlose Impfung nicht. Die Schleimhaut nimmt das Medikament bei ihnen nicht so gut auf.
Die kostenlose Grippe-Impfung ist für alle Kinder empfehlenswert. Besonders gilt das für Kinder mit chronischen Erkrankungen. Heuer gibt es anders als im Vorjahr genug Impfstoff. Kinder von sechs Monaten bis zwei Jahren bekommen eine Spritze.

Empfehlungen für verschiedene Impfungen

Die Influenza-Impfung wird für alle ab sechs Monaten empfohlen, besonders für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Personen mit chronischen Erkrankungen, medizinisches Personal und Personen, die mit Säuglingen arbeiten. Schwere Krankheitsverläufe werden viel seltener. Der Schutz ist nach etwa zehn bis 14 Tagen da.

Die Pneumokokken-Impfung wird für Personen ab 60 Jahren und Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten wie Herz-, Lungen- oder Lebererkrankungen, Diabetes oder Immunschwäche empfohlen. Sie schützt vor Lungenentzündungen und invasiven Erkrankungen.

Die RSV-Impfung richtet sich an ältere Erwachsene und Säuglinge, teilweise auch zur Immunprophylaxe. Die Covid-19-Impfung wird besonders für Menschen ab 60 Jahren, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Personen mit Vorerkrankungen und Immunsuppression sowie für Schwangere nach ärztlicher Beratung empfohlen. Sie verringert schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte.

Handhygiene als Maßnahme

In der kalten Jahreszeit sorgt vor allem die trockene Luft in Gebäuden dafür, dass die Schleimhäute schneller austrocknen und Menschen anfälliger für Krankheitserreger werden. Landessanitätsdirektorin Gruber-Juhasz empfiehlt, Hygieneregeln zu beachten: Regelmäßiges Händewaschen sei essenziell. Fehlende Handhygiene nach dem Husten oder Niesen sei einer der größten Risikofaktoren, eine Erkrankung weiterzugeben.

Zu einem gesunden Lebensstil gehöre viel trinken, damit die Schleimhäute befeuchtet bleiben, sowie gesunde Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse.

Quelle: https://www.nussdorf.at/Grippe-Saison_im_Anmarsch_Land_Salzburg_mit_zusaetzlichem_Impfangebot

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