Schwerpunkte für INTERREG-Förderperiode

Das Land Salzburg arbeitet an der strategischen Ausrichtung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für die Jahre 2028 bis 2034. Rund 40 Fachleute diskutierten bei einem Workshop über künftige Förderschwerpunkte.
Bei einem zweiten Strategieworkshop haben rund 40 Expertinnen und Experten aus Gemeinden, Organisationen und Landesabteilungen an der Vorbereitung der neuen INTERREG-Förderperiode 2028–2034 gearbeitet. Nach dem Auftakt im Juni ging es darum, die Schwerpunkte der grenzüberschreitenden Kooperation zu konkretisieren und zu priorisieren.
An dem Workshop nahmen auch Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Landesrat Wolfgang Fürweger teil. Im Zentrum stand die Frage, in welchen Bereichen grenzüberschreitende Projekte den größten Nutzen für Salzburg bringen können.
Vier Themencluster im Fokus
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einigten sich darauf, dass sich die Themen an der Lebensrealität der Menschen orientieren sollen. Besonderer Bedarf an grenzüberschreitender Zusammenarbeit wird in folgenden Bereichen gesehen: Arbeit und Wirtschaft, Mobilität und Grenzverkehr, Umwelt, Klima und Energie sowie Soziales und Daseinsvorsorge.
Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wurden Erfolgsfaktoren für gute Kooperationen abgeleitet. Die identifizierten Schwerpunkte orientieren sich an den Stärkefeldern und konkreten Bedürfnissen Salzburgs und sollen als Grundlage für die Gestaltung der kommenden Förderperiode dienen.
Konzentration statt lange Themenliste
Künftig soll verstärkt darauf geachtet werden, dass grenzüberschreitende Projekte auf die Strategien und Ziele des Landes einzahlen, konkrete Verbesserungen bewirken und über die Projektlaufzeit hinaus Wirkung entfalten. Auch die Übertragbarkeit erfolgreicher Lösungen auf andere Regionen spielt eine wichtige Rolle.
„Wir wollen INTERREG nicht nur als Förderinstrument sehen, sondern als Motor für die Landesentwicklung“, betonte Landesrat Wolfgang Fürweger. Das Ziel sei nicht eine lange Themenliste, sondern die Konzentration auf Bereiche, in denen Kooperation echten Mehrwert bringe.
Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf unterstrich die Bedeutung überregionaler Partnerschaften: „INTERREG schafft den Rahmen, um gemeinsam Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln, die nicht an Grenzen Halt machen – das macht Europa vor Ort spürbar.“
14 Millionen Euro in aktueller Periode
In der laufenden Förderperiode 2021 bis 2027 stehen rund 14 Millionen Euro an EU-Geldern für Salzburger Projekte in den beiden grenzüberschreitenden INTERREG-Programmen Österreich-Italien und Österreich-Deutschland zur Verfügung.
Die Wirtschaftsabteilung des Landes wird die Ergebnisse des Workshops nun in die gemeinsame Planung der neuen INTERREG-Förderprogramme mit den Regionen in Bayern und Italien einbringen. Zudem soll erreicht werden, dass Projektträger künftig besser bei der Entwicklung ihrer Ideen und bei der Partnersuche unterstützt werden und die Antragstellung, Umsetzung und Abrechnung von Projekten einfacher gestaltet wird.
Quelle: https://www.nussdorf.at/Salzburg_lotet_seine_Schwerpunkte_fuer_INTERREG_2028_2034_aus
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