Salzburg erhöht Spitalsbudget um 61 Millionen Euro

Das Land Salzburg stockt die Mittel für die Fondskrankenanstalten bis 2028 deutlich auf. Damit sollen steigende Lohnkosten und Inflation abgefedert werden. Gleichzeitig sind umfangreiche Investitionen in die Spitalsinfrastruktur geplant.
Das Land Salzburg stellt den Fondskrankenanstalten im Doppelbudget 2027/2028 deutlich mehr Geld zur Verfügung. Die Mittel werden 2027 um 30 Millionen Euro und 2028 um 61 Millionen Euro erhöht. Damit reagiert das Land auf steigende Lohnkosten und die anhaltende Inflation im Gesundheitsbereich.
Landesrätin Daniela Gutschi betont, das Doppelbudget stehe im Zeichen von Stabilität und Sicherheit. „Die Salzburgerinnen und Salzburger können sich darauf verlassen, dass wir auch in Zukunft und in herausfordernden Zeiten die bestmögliche Versorgung sicherstellen wollen“, so die Landesrätin. Es gebe keine Kürzungen, dafür aber eine umfassende Modernisierung.
Milliarde für Uniklinikum und Christian-Doppler-Klinik
Neben der Aufstockung der laufenden Mittel investiert das Land massiv in die Spitalsgebäude. Für den Entwicklungsplan der Salzburger Landeskliniken sind rund 24 Millionen Euro vorgesehen. Weitere 1,7 Millionen Euro fließen in das Kardinal-Schwarzenberg-Klinikum in Schwarzach.
Bis 2040 sind Investitionen von rund einer Milliarde Euro in die Infrastruktur des Universitätsklinikums und der Christian-Doppler-Klinik geplant. Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum soll 2027 der Neubau E mit OP-Trakt, Zentrallabor und Erwachsenenpsychiatrie fertiggestellt werden. Allein das Land Salzburg investiert dafür 37 Millionen Euro.
Nächstes Jahr eröffnet am Uniklinikum das Haus L, der Neubau für die Innere Medizin III. Dort kommt die Onkologie zusammen, die bisher auf fünf Standorte aufgeteilt ist. 2027 beginnt außerdem der SALK-Entwicklungsplan. Dafür werden die Neurochirurgie und die Neuroradiologie neu gebaut.
Sozialpädagogisches Zentrum wird neu gebaut
Kommendes Jahr wird der Neubau des Sozialpädagogischen Zentrums in Salzburg-Taxham ausgeschrieben. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant. In Zukunft finden Kinder und Jugendliche Betreuung, Therapie, medizinische Versorgung und Krisenhilfe an einem Ort. Dazu zählen das Institut für Heilpädagogik, die Gesundheitsversorgung und die Krisenintervention.
Außerdem ist eine Erstversorgungsordination auf dem Gelände des Uniklinikums Salzburg vorgesehen. Sie soll gemeinsam mit der Ärztekammer und der ÖGK entstehen. Ihr Ziel ist es, Patientinnen und Patienten besser zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu verteilen. Das Land und die ÖGK teilen sich die Kosten.
Musikum-Budget steigt um eine Million Euro
Im Bildungsbereich ist das Budget des Musikums gesichert. 2027 zahlt das Land rund eine Million Euro mehr und kommt damit auf 14,2 Millionen Euro. Etwa 500.000 Euro davon stammen aus dem Gemeindeausgleichsfonds. Auch für 2028 ist das Budget zum größten Teil gesichert. Das Musikum rechnet damit, dass es zusätzlich rund 400.000 Euro vom Land braucht.
An den heimischen Schulen wird nicht gespart. Schulsozialarbeit, Schülerassistenzen und administrative Unterstützungskräfte bleiben bestehen. In Härtefällen kann es weiterhin zusätzliche Mittel geben. Die höheren Kosten durch die erwartete Lohnentwicklung bekommt man zum größten Teil vom Bund zurück.
Landesberufsschulen werden saniert
Die Gebäude der Landesberufsschulen (LBS) sind zum Teil stark sanierungsbedürftig. Gleichzeitig gibt es an der LBS 4 deutlich mehr Schülerinnen und Schüler. Deshalb soll der B-Trakt im Schulzentrum Lehen (LBS 1 und LBS 4) saniert werden. Er bekommt ein zusätzliches Geschoß. Auch die Kfz-Werkstätten werden erweitert und auf den neuesten Stand gebracht. Dafür sind 8,4 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem Bau soll in den Sommerferien 2027 begonnen werden.
Basisfinanzierung für Universitäten bleibt
Im Wissenschafts-Ressort bleibt die Basisfinanzierung für die Paracelsus Medizinische Universität sowie die FH Salzburg unverändert erhalten. Das Land gibt 7,5 Millionen Euro für das Life-Sciences-Center. Der Bund zahlt noch einmal so viel dazu.
Landesrätin Gutschi betont, für innovative Projekte stünden auch künftig finanzielle Mittel bereit. Damit würden Forschungsprojekte an der Universität, der FH und PH sowie an Forschungseinrichtungen wie Salzburg Research unterstützt. Heimische Forscherinnen und Forscher hätten bereits gezeigt, dass sie mit ihren Spitzenleistungen Josef Ressel Zentren, Christian Doppler Laboren oder auch EU-Fördermittel nach Salzburg holen konnten.
Quelle: https://www.nussdorf.at/Doppelbudget_61_Millionen_Euro_mehr_fuer_Fondskrankenanstalten
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