Salzburg ersetzt Bundesgelder für 1.300 geförderte Wohnungen

Das Land Salzburg kompensiert ab 2027 die wegfallenden Bundesmittel für den Wohnbau vollständig aus eigenen Mitteln. In den kommenden zwei Jahren sollen rund 1.300 geförderte Mietwohnungen zugesichert werden. Bereits heuer fliessen 21 Millionen Euro zusätzlich in den Wohnbau.
Landesrat Martin Zauner kündigte an, dass für die Jahre 2027 und 2028 jeweils 166 Millionen Euro für den Wohnbau vorgesehen sind – insgesamt also 332 Millionen Euro. Diese Summe wird zur Gänze aus dem Landesbudget bereitgestellt, nachdem das Wohnbaupaket des Bundes Ende des Jahres ausläuft. Der Bund hatte eine Milliarde Euro an Zweckzuschüssen für alle Länder zur Verfügung gestellt.
„Der Bund zieht sich aus dem Wohnbau zurück, Salzburg nicht“, betonte Zauner. Das Land setze nach dem Ende des Bundeswohnbaupakets jährlich rund 20 Millionen Euro mehr an eigenen Mitteln ein als ursprünglich für 2026 budgetiert waren. Ziel sei es, die Bauleistung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf einem hohen Niveau zu halten.
Weniger Förderaufwand pro Wohnung
Dank einer Reform der Wohnbauförderung benötigt eine geförderte Wohnung heute rund 155.000 Euro statt fast 200.000 Euro an Förderung. „Weil aus jedem Euro mehr Wohnraum wird, sichert das voraussichtlich Zusicherungen für rund 1.300 geförderte Mietwohnungen in zwei Jahren“, erklärte der Landesrat.
Die Reform umfasste Änderungen in der Wohnbauförderung, der Raumordnung und der Bautechnik. Einfachere Strukturen und ein klügerer Einsatz des Geldes machen es möglich, mehr leistbare Wohnungen zu fördern. Das gilt auch, wenn das Budget knapp ist.
21 Millionen Euro zusätzlich für 2026
Schon dieses Jahr bekommt der Wohnbau 21 Millionen Euro mehr. Das Geld kommt zu den bereits geplanten Mitteln von Land und Bund dazu. Damit steigt das Wohnbaubudget 2026 auf insgesamt rund 197 Millionen Euro. Gut drei Viertel davon gehen in den geförderten Mietwohnbau, damit weitere Projekte noch heuer ausgezahlt werden können.
Unterstützt werden unter anderem drei Projekte gemeinnütziger Bauträger in Grödig und eines in St. Veit im Pongau. Rund ein Viertel des zusätzlichen Geldes fließt in die Eigentumsförderung. Dadurch können weitere Zahlungen an Wohnungskäufer erfolgen. Zauner sagte: „Wer sauber wirtschaftet, hat am Ende des Jahres Spielraum.“ Allein bei den genannten Projekten entstehen 50 geförderte Mietwohnungen.
Baukosten erstmals seit 2015 gesunken
Der Baupreisindex steigt seit Jahren. Trotzdem sind die durchschnittlichen Baukosten im Salzburger Mietwohnbau 2026 zum ersten Mal seit 2015 gesunken. Sie liegen rund 200 Euro pro Quadratmeter niedriger als zuvor. 2025 waren es noch 4.363 Euro pro Quadratmeter, jetzt sind es nur noch 4.160 Euro. Das sind etwa fünf Prozent weniger.
Seit 2023 hat das Land bei der Objektförderung rund 330 Millionen Euro für mehr als 1.900 Förderfälle zugesagt. Von 2026 bis 2028 stehen insgesamt rund 529 Millionen Euro für den Wohnbau bereit. Pro Jahr sind das im Schnitt rund 176 Millionen Euro.
Eigentumsförderung und Verkauf von Amtsgebäude
Die Eigentumsförderung geht weiter. Im November 2026 soll der digitale Förderassistent wieder öffnen, und zwar mit angepassten Fördersätzen. Die dafür nötige Verordnung hat das Land schon in Auftrag gegeben. Bei der Kaufförderung rechnet man mit rund 400 Förderfällen pro Jahr.
Außerdem plant das Land, das Amtsgebäude in der Michael-Pacher-Strasse 36 an die GSWB zu verkaufen. So könnten Hunderte geförderte Wohnungen in bester Lage entstehen. Das Land setzt dabei auf den gemeinnützigen Wohnbau. Es nimmt weniger Geld ein, als ein Verkauf am freien Markt bringen würde, damit das Wohnen leistbar bleibt. Der Wohnbauförderungsbeitrag steigt nicht.
Sportbudget bleibt konstant
Im Sport gibt es gleich viel Geld wie bisher. Im kommenden Jahr sind knapp 9,3 Millionen Euro eingeplant. Zauner sagte: „Der Bund kürzt bei der Sportförderung, Salzburg bleibt bei seinem Kurs.“ Das Sportbudget bleibt auf dem Niveau des Vorjahres und kommt über 1.000 Vereinen und rund 56 Verbänden zugute.
Das neue Landessportgesetz bringt Vereinen und Verwaltung weniger Bürokratie. Geplant ist ein „One-Stop-Förderportal“, das man Schritt für Schritt ausbaut. Damit sollen Anträge einfacher und digital laufen. Außerdem fasst das Land die Förderungen zusammen. Sporthilfe und Olympiakader sind schon vereint. Weitere Vereinfachungen kommen durch die Digitalisierung.
Investitionen in Sportstätten
Das Doppelbudget sieht gezielte Investitionen in mehrere Infrastrukturprojekte und Sportstätten vor. Beim ULSZ Rif sind 2,4 Millionen Euro für die ersten Planungskosten da. Die Sanierung will das Land gemeinsam mit dem Bund angehen. Auch die Sprungschanze in Bischofshofen wird saniert. Dafür gibt es heuer und im kommenden Jahr Geld.
Für das Stadion in Wals-Siezenheim sind 900.000 Euro für nötige Instandhaltung und Sanierung vorgesehen. Für die Tennishalle in Köstendorf hat das Land schon 800.000 Euro ausbezahlt. Weil die Baukosten gestiegen sind, braucht es dort noch mehr Unterstützung. Die Stadt Salzburg plant die Trainingseishalle im Volksgarten. In den nächsten zwei Jahren fördert das Land außerdem laufend kleinere Sportstättenprojekte in den Gemeinden.
Bessere Nutzung bestehender Infrastruktur
Im Freizeit- und Breitensport will das Land erreichen, dass man die vorhandenen Sportstätten besser nutzt. Eine Befragung von Bevölkerung und Vereinen hat gezeigt: In der Landeshauptstadt fehlen mehr Hallenzeiten als auf dem Land. Ein landesweiter Sportstättenatlas soll alle bestehenden Sportstätten erfassen. So kann man sie auch über Gemeindegrenzen hinweg nutzen.
Das Land möchte, dass Gemeinden zusammenarbeiten. Dadurch sollen die Anlagen besser ausgelastet sein. Sportlandesrat Zauner bat außerdem den Bund, die Bundesschulen zu öffnen. Die Schulsporthallen sollen Vereinen öfter als bisher offenstehen.
Förderungen für Spitzensport und Grossevents
Das Land Salzburg unterstützt seine Leistungs- und Spitzensportler auch in den nächsten zwei Jahren. Der Olympiakader wird wie bisher gefördert. Jedes Mitglied bekommt pro Jahr 4.000 bis 8.000 Euro.
Heuer wurde der erste Teil der Landessportstrategie 2036 vorgestellt. Der zweite Teil befasst sich mit dem Leistungs- und Spitzensport. Er ist bald fertig und soll 2027 präsentiert werden.
Beim Radsport unterstützt das Land weiter die Tour of Austria. Sie findet abwechselnd in der Stadt Salzburg und in St. Johann im Pongau statt. Ein Großereignis wird die Mountainbike-WM 2028 in Leogang. Die ersten Kosten für die Vorbereitung fallen schon 2027 an. Das Sport- und das Tourismusressort fördern die WM gemeinsam mit 500.000 Euro.
Quelle: https://www.nussdorf.at/Doppelbudget_Rund_1_300_Zusicherungen_fuer_gefoerderte_Mietwohnungen_geplant
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