Salzburg gibt 1,5 Millionen Euro für Herdenschutz aus

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Seit 2018 hat das Land Salzburg rund 1,5 Millionen Euro in Schutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe investiert. Trotzdem wurden heuer bis Ende August 22 Nutztiere getötet, so der ORF.

Das Land Salzburg hat seit 2018 etwa 1,5 Millionen Euro in den Schutz von Nutztieren vor Wölfen investiert. Das zeigen aktuelle Daten. Allein im vergangenen Jahr flossen rund 357.000 Euro in Präventionsmaßnahmen, bis Ende Juli heuer kamen weitere 168.000 Euro dazu.

Gefördert werden unter anderem Zäune, Netze für Nachtpferche, elektrische Impulsgeber sowie GPS-Halsbandsender. Laut Landesangaben hat knapp die Hälfte aller Schaf- und Ziegenhalter in Salzburg bereits vorbeugende Schutzmaßnahmen ergriffen.

22 tote Nutztiere trotz Prävention

Bis zum 30. August wurden in Salzburg dennoch 22 Nutztiere getötet – darunter zwölf Ziegen, sechs Schafe und vier Kälber. Drei weitere Tiere wurden verletzt, vier werden vermisst. Auch ein Rehbock wurde als Wolfsriss dokumentiert. Heuer konnten bislang fünf Wölfe im Bundesland nachgewiesen werden.

Für Marlene Svazek (FPÖ), Landeshauptfrau-Stellvertreterin und Jagdreferentin, belegen die Zahlen, dass Herdenschutz allein keine ausreichende Lösung darstellt. Sie fordert weiterhin ein Wolfsmanagement, das auch die Entnahme von Wölfen ermöglicht.

Das Land will an der bisherigen Strategie aus Herdenschutz, Beratung und Präventionsmaßnahmen festhalten. Zusätzliche Förderungen oder organisatorische Maßnahmen sind derzeit nicht vorgesehen.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3370337/

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