Salzburg hält Klimaticket-Preis bei 399 Euro stabil

Das Land Salzburg belässt den Preis für das regionale Klimaticket trotz angespannter Finanzlage auch 2027 bei 399 Euro. Gleichzeitig investiert das Bundesland 36 Millionen Euro in die Sanierung von Straßen und baut das öffentliche Verkehrsangebot weiter aus.
Das Klimaticket Salzburg bleibt auch im kommenden Jahr mit einem Jahrespreis von 399 Euro das günstigste regionale Klimaticket in ganz Österreich. Für Personen unter 26 Jahren, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung kostet das Ticket weiterhin 299 Euro. Das gab Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll im Rahmen der Präsentation des Doppelbudgets 2027/2028 bekannt.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Menschen nicht zusätzlich zu belasten“, erklärte Schnöll. Die Preisstabilität sei eine bewusste Entscheidung und eine konkrete Entlastung für die Bevölkerung.
Busse und Züge im Einsatz
Das öffentliche Verkehrsangebot wird trotz notwendiger Sparmaßnahmen erweitert. Im Jahr 2027 sind insgesamt rund 23 Millionen Buskilometer und 6,28 Millionen Zugkilometer geplant. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von etwa 850.000 Buskilometern und 140.000 Zugkilometern.
Das Fahrradverleihsystem S-Bike bleibt ebenfalls Teil des Mobilitätsangebots. Besitzerinnen und Besitzer eines Klimatickets können die ersten 30 Minuten jeder Fahrt kostenlos nutzen. Bisher wurden mehr als 100.000 Fahrten und rund 363.000 Kilometer zurückgelegt. Etwa 60 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer verfügen über ein Klimaticket.
36 Millionen Euro für Straßensanierung
Neben dem öffentlichen Verkehr setzt das Doppelbudget einen Schwerpunkt auf die Verkehrsinfrastruktur. Die Straßensanierungsoffensive wird wieder aufgenommen. Für das kommende Jahr stehen 36 Millionen Euro für die Sanierung von Landesstraßen bereit, um den Straßenzustand dauerhaft zu verbessern.
„Bei der Sicherheit unserer Infrastruktur dürfen wir keine Abstriche machen“, betonte Schnöll. Straßen, Brücken und Tunnel müssten auch künftig zuverlässig funktionieren.
Flucht- und Rettungsstollen Schmitten startet
Ein wichtiges Sicherheitsprojekt ist die Weiterführung des Flucht- und Rettungsstollens Schmitten im Abschnitt Mitte-Süd. Der Baubeginn ist für Juni 2027 vorgesehen. Bereits nach Ostern sollen erste bauliche Vorarbeiten im Portalbereich beginnen, darunter Maßnahmen zur Verkehrsführung, Anrampungen und Kanalverlegungen.
Auch die Planungen für die Karolinenbrücke werden fortgesetzt. Bis Mitte 2027 soll der Konstruktions- und Gestaltungswettbewerb über die Bühne gegangen sein. Danach folgen Einreich-, Ausschreibungs- und Ausführungsplanung. Der Baubeginn ist derzeit für 2029 geplant.
Investitionen in Lokalbahnen und TramTrain
Der Ausbau des Schienenverkehrs bleibt ein zentraler Investitionsschwerpunkt. Die Salzburger Lokalbahn wird weiter modernisiert, die Pinzgauer Lokalbahn wird wiederaufgebaut und elektrifiziert. Zudem startet der Beschaffungsprozess für neue Fahrzeuge. Neu im Budget ist eine Werkstätte für die Pinzgauer Lokalbahn.
Beim TramTrain kommen die ersten neuen Fahrzeuge noch 2026. Parallel dazu wird die Errichtung der erforderlichen Werkstätte vorangetrieben. Gemeinsam mit den ÖBB und den Gemeinden werden wichtige Infrastrukturprojekte fortgeführt, darunter die Erneuerung des Bahnhofs Straßwalchen.
„Wir investieren sowohl in den Erhalt unserer bestehenden Infrastruktur als auch in moderne Mobilitätsangebote für die Zukunft“, so Schnöll abschließend. Auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen würden notwendige Projekte weitergeführt.
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