Salzburg kauft Grundstück für Parkplatz im Naturpark

Das Land Salzburg hat in Acharting ein rund 800 Quadratmeter großes Grundstück erworben. Darauf soll ein Besucherparkplatz für den künftigen Naturpark Salzachauen entstehen. Die ersten Renaturierungsmaßnahmen starten im Winter.
Für den geplanten Naturpark Salzachauen hat das Bundesland ein Areal nahe dem Lokalbahnhof in Acharting gekauft. Die Fläche von etwa 800 Quadratmetern soll als Parkplatz für Besucherinnen und Besucher dienen. Zusätzlich können Pendlerinnen und Pendler die Stellfläche nutzen.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll betonte, dass der künftige Naturpark zwar gut mit der Lokalbahn erreichbar sei. Dennoch könnten nicht alle Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Antheringer Au fahren. Der Parkplatz stelle sicher, dass alle Interessierten das Naherholungsgebiet erreichen können, so Schnöll. Die Finanzierung stammt aus seinem Ressortbereich.
Bewilligungen für Salzburg abgeschlossen
Landesrätin Daniela Gutschi informierte, dass auf Salzburger Seite mittlerweile alle Bewilligungsbescheide für die Renaturierung der Salzach sowie der Antheringer Au vorliegen. In Bayern laufen die Behördenverfahren noch, ein zeitnaher Abschluss wird erwartet.
Die ersten Renaturierungsmaßnahmen sollen im Winter 2026/27 beginnen. Größere Arbeiten sind ab 2027 geplant. Im Endausbau soll sich der Naturpark auf gut acht Quadratkilometer erstrecken. Die Salzach erhält auf rund zehn Kilometern Länge mehr Raum, was auch dem Hochwasserschutz im Flachgau dient.
Mobile Hochwasserschutzelemente in Arbeit
Aktuell werden am Rand der Au in Pabing und Weitwörth Elemente für einen mobilen Hochwasserschutz errichtet. Dafür wird die Sperre der Lokalbahnstrecke genutzt. Die mobilen Komponenten ergänzen die geplanten Hochwasserschutzdämme und sollen im Ernstfall die Lokalbahntrasse sowie Firmen- und Wohnhäuser schützen, erklärte Gutschi.
Kampf gegen invasive Pflanzen
In diesem Sommer befasst sich das Projektteam mit invasiven Pflanzen in den Salzachauen. Die Kanadische Goldrute beherrscht die Flächen der Antheringer Au und verhindert vor allem das Wachstum von Jungbäumen, die für den Auenwald benötigt werden.
Bernhard Riehl, Projektleiter des Landes Salzburg, erklärte, dass derzeit geprüft wird, wie die Goldrute geschwächt werden kann. Ziel sei es, den ursprünglich in der Au vorkommenden Pflanzen wieder Raum zu geben.
Beim Wildschwein-Management wurden laut Riehl Erfolge erzielt. Durch gezielte Maßnahmen konnte die Zielgröße von zwei bis drei Tieren pro 100 Hektar erreicht werden. Für das Ökosystem stellen die Wildschweine keine relevante Bedrohung dar. Wegen ihrer hohen Reproduktionsrate müssen sie auch künftig nachhaltig bejagt werden.
Quelle: https://www.nussdorf.at/Antheringer_Au_Land_Salzburg_kauft_Grundstueck_fuer_Besucherparkplatz
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