Salzburg kürzt Wohnbauförderung trotz Studien

Mona HopfingerMona Hopfinger
Wohnbauförderung: Baukräne, rotes Kreuz, sinkende Geldbeträge, Studien mit Lupe, geplante Wohnungen
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Landesregierung hat die Objektförderung von 118,6 auf 110,6 Millionen Euro reduziert. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen jedoch, dass Investitionen in gemeinnützigen Wohnbau den Mietmarkt entlasten würden.

Die schwarz-blaue Landesregierung in Salzburg hat die Objektförderung im vergangenen Jahr gekürzt. Statt 118,6 Millionen Euro wurden nur noch 110,6 Millionen Euro bereitgestellt. Im Jahr 2025 erhielten lediglich 596 neue Wohnungen eine Förderung.

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu einem anderen Schluss. Eine Studie der Nationalbank zur Vermögensverteilung, die im Dezember 2025 erschienen ist, zeigt: Die derzeitige Wohnbauförderung – bestehend aus Subventionen, geförderten Krediten, Sanierungszuschüssen und Einmalzahlungen – erhöht vor allem das Immobilienvermögen in den oberen Gesellschaftsschichten.

WIFO: Gemeinnütziger Wohnbau entlastet Mietmarkt

Eine WIFO-Studie im Auftrag der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2025 belegt, dass die Förderung von gemeinnützigen und kommunalen Mietwohnungen langfristig leistbaren Wohnraum schafft. Dies entlaste den gesamten Mietmarkt nachhaltig. Eine weitere WIFO-Untersuchung aus 2023 beschäftigt sich mit der preisdämpfenden Wirkung des gemeinnützigen Wohnbaus.

Geförderte Mietwohnungen seien die Lösung für die Wohnungskrise – das sage nicht nur die KPÖ, sondern mittlerweile auch viele ÖVP-Bürgermeister, heißt es in einer Aussendung der Partei.

KPÖ fordert Kurswechsel

KPÖ-Klubobfrau Natalie Hangöbl kritisiert die Kürzungen: „Die Studienlage ist eindeutig: Geförderte Mietwohnungen bedeuten leistbares Wohnen. Aber ausgerechnet dort kürzen Edtstadler und Svazek.“ Als Vorbild nennt sie Tirol, wo im vergangenen Jahr 235 Millionen Euro in Neubauprojekte investiert wurden. Die Landesregierung solle sich auf den gemeinnützigen Wohnbau konzentrieren, statt Geld in Form von Einmalzahlungen zu vergeben.

Quelle: https://salzburg.kpoe.at/aktuelles/wohnbaufrderung-landesregierung-ignoriert-studien

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