Salzburg prüft Medikamentenabrechnungen der Barmherzigen Brüder

Nach einem Prüfbericht des steirischen Gesundheitsfonds zu überhöhten Medikamentenpreisen will auch das Land Salzburg die Abrechnungen der Barmherzigen Brüder untersuchen. Die Einrichtung wird über die Apotheke in Linz mitversorgt, so der ORF.
Ein Bericht des steirischen Gesundheitsfonds hat kürzlich schwerwiegende Vorwürfe gegen das Spital und die Apotheke der Barmherzigen Brüder in Graz erhoben. Die Apotheke in der Annenstraße soll bei bestimmten Arzneimittellieferungen dem Krankenhaus jahrelang massive Preisaufschläge berechnet haben – teils über 1.000 Prozent, also mehr als das Zehnfache des Einkaufspreises.
Das Spital habe diese Mehrkosten anschließend über die sogenannte Abgangsdeckung an das Land weiterverrechnet. Dadurch seien über einen längeren Zeitraum Millionen an zusätzlichem Steuergeld beansprucht worden.
Prüfung in Salzburg angekündigt
Auf Anfrage des ORF teilte das Land Salzburg mit, die Barmherzigen Brüder hätten versichert, dass dies nur in der Steiermark vorgekommen sei. Dennoch wolle man die Angelegenheit in den kommenden Wochen genauer untersuchen.
Die Gesundheitseinrichtung in Salzburg verfüge zwar über keine eigene Apotheke, über die abgerechnet werde. Sie werde aber über die Apotheke der Barmherzigen Brüder in Linz mitversorgt.
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