Salzburg prüft zentrale Anlaufstelle für Familien

Der Salzburger Landtag hat beschlossen, die Einrichtung eines One-Stop-Shops für Eltern von Kindern mit unsichtbaren Behinderungen zu prüfen. Grundlage ist eine Petition, die mehr als 2.700 Menschen unterzeichnet haben.
Der Salzburger Landtag hat am Donnerstag einen Beschluss gefasst, der Familien mit betroffenen Kindern künftig bessere Unterstützung bringen soll. Geprüft werden soll, wie eine zentrale Informations- und Koordinationsstelle in Salzburg konzipiert und umgesetzt werden kann. Anlass ist eine Petition, die sich für Familien mit Kindern mit unsichtbaren Behinderungen einsetzt.
Die Petition wurde von mehr als 2.700 Menschen unterschrieben. Sie fordert unter anderem eine zentrale Anlaufstelle sowie mehr Unterstützung in Kindergarten und Schule. Betroffen sind Familien, deren Kinder etwa Autismus, ADHS, Tourette, psychische Belastungen oder Angststörungen haben.
Grüne fordern One-Stop-Shop seit Langem
Kimbie Humer-Vogl, Inklusionssprecherin der Grünen, betonte, dass die Unterstützung für betroffene Eltern in Salzburg nach wie vor ausbaufähig sei. Viele Familien seien tagtäglich enorm gefordert. Dazu komme oft die Unsicherheit, wo es welche Hilfe gebe und wer zuständig sei.
Eltern, die ein Kind mit solchen Diagnosen begleiten, hätten ohnehin genug zu stemmen, so Humer-Vogl. Sie bräuchten eine Anlaufstelle, die Informationen bündelt und sie bei der Suche nach Unterstützung begleitet. Die Grünen würden deshalb seit Langem auf einen One-Stop-Shop pochen.
Erster Schritt nach jahrelangem Stillstand
Mit dem heutigen Beschluss sei ein erster Schritt in diese Richtung gemacht, erklärte die Grünen-Politikerin. Nach jahrelangem Stillstand seien Verbesserungen nun ein Stück näher gerückt. Jetzt gehe es darum, dass aus Papier auch Praxis werde.
„Kein Kind und keine Familie darf durch die sozialen Sicherheitsnetze fallen“, so Humer-Vogl. Sie bedankte sich abschließend bei den Petenten, die stellvertretend für viele Familien sichtbar gemacht hätten, was viel zu lange ignoriert worden sei.
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